Donnerstag, April 26, 2012

Die besonderen Schuhe

Meine Blumen-Schuhe sind vollendet.
Bis gestern am späten Nachmittag habe ich die "Standart-Espadrilles" von Hand mit Borten und Stickereien benäht.

Anschließend die aufgesetzte Stickerei mit Pailletten und Perlen bestickt.


Zum Schluss neue Bänder gestaltet und in die Ösen am Schuh eingefädelt.


Da stehen sie nun auf meinem Schreibtisch, "Uschi's Schuhe". 
Ein paar Unikate, passend zu meinem Blumenkleid, das noch in Einzelteilen auf meinem Arbeitstisch liegt und auf seine Vollendung wartet.
Sorgfältig in Seidenpapier eingeschlagen werden die Espadilles nun bis zum großen Auftritt in Alkmaar verwahrt.

Die nächsten Tage werde ich die einzelnen Schnittteile aneinandersetzen, besticken und eventuell bemalen - mein Entwurf wird unter meinen Händen wachsen.
Ich lasse mich treiben - zu meinem Traum-Blumen-Kleid.

Wird verfolgt - weil es auch weiterhin Spaß macht.


April 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, April 24, 2012

Outfit für die Eröffnung in Alkmaar

Anfang März unterhielt ich mich mit Künstlerkollegen über unsere besonderen Outfits für die Ausstellungseröffnung am 11. Mai in Alkmaar.
Ich trage sehr gerne zu einer Eröffnung ein ganz besonderes Outfit. Es soll diesen Augenblick, diesen besonderen Moment, unterstreichen.
Damals habe ich erklärt, dass ich zu diesem Anlass gerne ein ganz besonderes Blumenkleid kreieren und tragen würde.
Danach gab es einen regen Austausch an Ideen und erste Skizzen.


Vor einigen Tagen habe ich nun dieser Idee wieder mehr Raum gegeben und ich bin nochmals die Skizzen von März durchgegangen. Eine hat es mir besonders angetan.
Zur Zeit arbeite ich sie weiter aus, versuche mich in Stoffkombinationen und verschiedenen Stickereien.


Langsam aber sicher bekommt das Vornehmen immer mehr Konturen.

Vor einigen Tagen nun fielen mir ein Paar fuchsrote Espadrilles, das wunderschöne Modell Pyrenées, in einem Geschäft auf.
Bereits seit meinem Studium, während meiner Zeit in Séguret (Provence), sind meine favorisierten Sommerschuhe Espadrilles. In allen Farben, Absatzhöhen und Formen. Es können nie genug sein.
Nun standen sie da, diese kleinen Träume und forderten mich auf, sie unbedingt mitzunehmen. Zudem, Frau braucht für das gute Gewissen doch auch einen guten Grund. Sie passten ungemein gut zu meinem "Blumenkleid" für Alkmaar.

Seit heute Morgen stehen sie auf dem Arbeitstisch und werden zu "Uschi's Schuhen". Ich verpasse ihnen MEINEN Stempel.


Wird verfolgt - weil es ja auch Spaß macht.


April 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, April 23, 2012

Ateliertage

Die Vorbereitungen zur Ausstellung
"ProjetMailArtBooks"
in Alkmaar nehmen mich derzeit total in Anspruch.

Mein Beitrag zum Kunstprojekt von Ed Hanssen, das aus einer Plattform im Internet entstand und sich rasant "vernetzte", ist das kleine Büchlein "Kitchen-Lab".
Ed organisiert nun aus diesem virtuellen Kunstprojekt heraus reale Ausstellungen, genauso wie ich das innerhalb des von mir initiierten Kunstprojekt "Art-meets-economy" gemacht habe.

Nachdem die Büchlein zuletzt im Februar im Cultureel Centrum "Het Spoor" in Harelbeke in Belgien zu Gast waren, steht nun eine Ausstellung im "Projekt 072" in Alkmaar für den Monat Mai an.
Hier werden aber nicht nur die Büchlein selbst gezeigt. Zusätzlich wurden einige der teilnehmenden Künstler ausgewählt, ein oder zwei weitere Arbeiten aus ihrem Oeuvre zu präsentieren.
Eine dieser ausgewählten Künstler bin ich.

Ich plane neben meinem Büchlein, das zum Projekt selbst gehört, zwei meiner Installationen aus dem Zyklus "Kitchen-Lab" zu zeigen.

Leider zeigt sich das Wetter nicht als zuverlässiger Partner für die Installation "Unser tägliches GenBrot gib uns heute". Mein Saatgut keimt nicht wie geplant. Obwohl ich es hege und pflege, es ist einfach noch viel zu kalt. Das sind die Risiken von Kunstwerken in der Sparte "NaturArt". Man muss akzeptieren, dass die Natur einem ganz eigenen Rhythmus folgt. Somit ist keines der Werke statisch oder stabil. Stets verändert es sich und zwingt den Künstler im Augenblick zu leben.

Gut, dass meine zweite Installation an diesem Wochenende beendet werden konnte.

"Aus der Mitte ..."
steht in einer ersten Probeaufstellung an der Seite in meinem Atelier und wird von der Sonne mit wunderschönen Lichtreflexen in Szene gesetzt.
Aber auch hier war ungewiss, wie sich der kleine Baum nach der Winterpause mit seinen Blättern zurückmelden würde.


April 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, April 16, 2012

Kunstsommer Iserlohn

Ein Künstler erlebt ja in seinem Berufsleben schon so einiges. So könnte man also auf den Gedanken kommen, er sei abgehärtet.
Leider aber ergeben sich immer wieder Situationen, in denen man sich fragt: Stehe ich im Wald?

Zuerst steht gleich zu Anfang der Laufbahn die leidvolle Erkenntnis, dass sich jeder Trottel, der einen Buntstift halten kann, sehr gerne als Künstler bezeichnet. Wenn ihm das jedoch nicht gelingt, so hat er zumindest eine Tante, einen Onkel, eine Schwester oder sonstiges vorzeigefähige Familienmitglied, das „auch malt“.
Womit wir zur zweiten großen Erkenntnis gelangen:
Kunst ist, wenn man MALT!
Denn Fotografieren ist keine Kunst, jeder hat doch ein Handy, das knipsen kann!
OK, einen Stein behauen ist dann auch noch was, das zählt – obwohl Grabsteine!!!!!
Und Holzschnitzen, das macht Josef nach der Arbeit zum Zeitvertreib auf der Alm im Sommer immer. Wenn es denn größere Ausmaße annimmt, dann ..?
Gilt in etwa wahlweise auch für Metall, denn da hatte man einen Opa, der hat das damals für das ganze Dorf gemacht, die Gartenzäune und Gartentüren. Was ist also dabei?

Nachdem wir das geklärt und begriffen haben, muss man sich überhaupt nicht mehr über so manche ganz offizielle Ausschreibung für Künstler, auch die der Kulturämter, wundern.
Dennoch habe ich das wieder besseren Wissens am Wochenende getan.

Die Stadt Iserlohn im Sauerland ist stolzer Besitzer eines Museumsdorfes. Zur Erhaltung benötigt sie öffentliche Gelder und bezahlt auch damit das Personal. Klingt doch schon mal sehr gut.
Hier will sie in diesem Jahr, ganz offiziell, den „Kunstsommer 2012“ veranstalten.
Erste Verwunderung, dieser Sommer dauert nur vom 09. Juli bis zum 13. Juli 2012.
Kann ja sein, dass im Sauerland die Jahreszeiten kürzer sind, aber so extrem kurz? Nur 5 Tage!
Aber dafür stellt man dann auch 154 m² Pavillonfläche für Maler, Grafiker, Bildhauer und Fotografen von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr zum gemeinsamen Arbeiten zur Verfügung.
Bitte Bewerbungen mit vollständigen Unterlagen, also ausgefüllter Teilnehmerbogen, Liste der Ausstellungen und, und, und.

Künstlerkollegen, das ist Eure Chance – wenn man dann auch ausgewählt wird.
Denn Glück muss man auch noch haben, um teilnehmen zu dürfen. Die Jury ist da sehr wählerisch!

Bevor man über diese Chance und Möglichkeit seine Arbeit dem Publikum zu präsentieren jubelt, sollte man sich den weiteren Text der Ausschreibung sehr genau ansehen.

Die Kosten für die Teilnehmer freier Kunst mit geringem Hilfsbedarf, also Mitglieder von Vereinen – nicht weiter spezifiziert! – beträgt € 25,--. Sollte man keinem Verein – ebenfalls nicht weiter spezifiziert – angehören, zahlt man € 50,--.

Die Künstler müssen sich also mit einem sehenswerten Berufsoeuvre melden und dürfen dann für das Arbeiten im Park bezahlen???

Falsch, liebe Kollegen! Man erhält dann aber auch was für sein Geld von der Stadt Iserlohn.
Originaltext der Ausschreibung:
Es werden verschiedene Einführungkurse für die Künstler gegeben. Wahlweise in: Monotypie, Malerei, Bildhauerei und Betonplastik. Nach der eintägigen Einführung sollte man dann in der Lage sein, selbstständig zu arbeiten.

Spätestens nun müsste selbst dem leichtgläubigsten unter meinen verehrten Kollegen deutlich sein, es werden hier von ganz offizieller Seite, einem Kulturamt im Sauerland, mit Betitelung Künstlern nur die Tanten und Onkels angesprochen, die … siehe oben.


Am 14. Juli wird dann mit den Ergebnissen der teilnehmenden Künstler ein Kunstmarkt veranstaltet, wobei jedem Aussteller 9 m² zur Verfügung gestellt werden. Die Tische und Pavillons sind von den ausstellenden Künstlern selbst zu stellen.

Wer nun noch Lust und Laune hat, seine beruflichen Fähigkeiten gegen Teilnahmegebühr unter Beweis zu stellen, der soll sich nun bitte auch noch klar machen, dass die Unterbringung und die Verpflegung auf Kosten der Teilnehmer zu geschehen hat.

Werde demnächst meinem Zahnarzt sagen, dass er nach aussagekräftiger Bewerbung die Chance bekommt, meine Zähne zu plombieren, wenn er vorab einen kostenpflichtigen "Einführungskurs" macht. Ach ja, kostenlose Hausbesuche werden erwartet. Sollte der von mir ausgewählte Zahnarzt eine längere Anreise haben und eine Übernachtung benötigen, dann darf er gewiss sein, das muss ihm sein Beruf schon wert sein.


April 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, April 11, 2012

Ganz langsam wieder zurück aus den Feiertagen

Ganz langsam
wieder zurück
aus den Feiertagen

Ganz langsam
wieder im
Alltag

Ganz langsam
wieder im
alten Trott

Ganz langsam
und doch
viel zu schnell


April 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, April 04, 2012

Frohe Ostern


wünsche ich allen Lesern meines Blogs.
Macht Euch ein paar schöne Tage. Genießt, was immer Ihr Euch vorgenommen habt und kommt froh, munter und neu motiviert aus diesen freien Tagen wieder zurück.

Ich werde noch ein bisschen "brasseln" und mich dann nur noch verwöhnen lassen.


April 2012
(c) U.Pahnke-Felder