Montag, November 28, 2011

Willkommen im Advent


Die Zeit der Besinnlichkeit ist gestern mit dem Anzünden der ersten Kerze auf dem Adventkranz begonnen.
Überall glitzern wieder die Lichter und ein Duft von Zimt, gebrannten Mandeln und Glühwein zieht durch die Gassen.

Eine Zeit, in der wir, das wünsche ich meinen Lesern, näher zusammenrücken und zusammen die Dinge genießen.
Eine Zeit, in der wir uns fragen, was unseren Lieben zu Weihnachten Freude machen könnte.
Eine Zeit, in der wir voller Vorfreude und Genuss durch die Geschäfte ziehen und die Geschenke für Familie und Freunde zusammensuchen.
Eine Zeit, in der wir Pläne für die Festtage schmieden und uns auf die Besuche bei der Familie vorbereiten.

Wie auch immer, wichtig ist, dass wir in all dieser Betriebsamkeit ab und zu kurz inne halten und uns bewusst machen, dass wir diesen Augenblick haben. Der Rest ist NUR Planung.
Genießen wir also diese Augenblicke, sodass wir eine echte Zeit der Besinnlichkeit in den nächsten Wochen erfahren.   


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, November 24, 2011

Pressenachtrag

Ich bin noch den Pressenachtrag meiner Buchpräsentation in Wachtendonk schuldig, der mir gestern zugeleitet wurde.

Am 08.11.2011 berichtete die Rheinische Post über meinen Besuch bei Freunden am 27. Oktober.


Wenige Tage später, am 16.11.2011 dann ein zweiter Bericht zum Besuch in den Niederrhein Nachrichten.

In beiden Presseartikeln wird auch darauf hingewiesen, dass man das Buch in der Wachtendonker Tourist-Info im Haus Püllen erwerben kann.

Sehr gut, denn bei einigen Internet-Bookshops, so wird mir per mail berichtet, ist das Foto-Kunstbuch POSITION derzeit nur mit längerer Warte- / Lieferzeit zu erhalten.

Deshalb hier mein zweiter Tipp:
Ich hatte mich vor den Festtagen noch mit einer neuen Lieferung eingedeckt. Man kann also auch bei mir direkt bestellen und hat dann das Buch sicher vor den Festtagen.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, November 23, 2011

Änderungen und Veränderungen

Ja, es ist noch immer mein Blog.
Aber, so wie alles im Fluss ist, so wandelt sich auch dieser Blog.

Ich werde in den nächsten Tagen langsam eine neue Struktur, auch äußerlich, für diesen Blog entwickeln.
Eine, die zu meinen Änderungen passt, die halt in diesem "Zwischenjahr" passieren.

Es wird spannend.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, November 21, 2011

Insel-Wochenende

Wenn man mal ganz Abstand nehmen will, dann ist eine Insel genau das Richtige.
Meine Wochenend-Insel liegt im Maasdelta.

Und das hat mich erwartet:


Ein langer Spaziergang,


am späten Abend,


hinein in einen


wunderschönen Sonnenuntergang. Einfach nur Balsam für die Seele.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, November 17, 2011

Für Euch, meine Lieben

Nehmen wir an
ich würde heute leben
ganz ohne Stress
ganz ohne Angst
und voller Lebenslust

Nehmen wir an
es würde mir gefallen
so ganz ohne Stress
so ganz ohne Angst
aber voller Lebenslust

Nehmen wir an
ich täte das immer
kein Stress
keine Angst
pure Lebenslust

und würde 100 Jahre alt.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Freitag, November 11, 2011

St. Martin


Ich wünsche Allen ein wundervolles Martinsfest.
Mich grüßte gestern Abend vor meinem Fenster dieser "Naturlampion".


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, November 09, 2011

Reflektion 2008

Inzwischen war ich mit dem Kunstprojekt im dritten Jahr angekommen. 5 Bushäuschen warteten noch auf ihre Metamorphose um ein „Frei-Raum“ zu werden.

Im Mai waren die Vorbereitungen abgeschlossen und wir legten, wieder überraschend auftauchend, los.


Vorab, seit März des Jahres, war ich gemeinsam mit Wolfgang an einer neuen Herausforderung innerhalb des Kunstprojektes POSITION begonnen. Wir waren „Unterwegs“ … auf der EU-Kulturroute nach Santiago de Compostela. Einer der Wege führt genau unterhalb unseres Hauses an der Maas entlang. In Etappen, und alle Bushäuschen auf dem Weg dokumentierend, das war  Sinn und Ziel dieses Teilprojektes. Wobei ich korrekter Weise besser sagen muss: IST, denn wir sind noch immer „Unterwegs“.


Aber zurück zum Jahr 2008 und den Ereignissen im Mai.

Gleich beim ersten Bushäuschen wurden wir mit den Worten empfangen: „Ich dachte schon, Sie hätten unser Bushäuschen vergessen. Toll, dass Sie da sind.“
Das vorletzte Bushäuschen richtete ich mit den Kreationen eines Venloer Möbeldesigners, René Hermanns ein. Auf seine Initiative hin wurde eine Pressemitteilung verfasst und somit vorab über mein Kunstprojekt berichtet. Ein Vorteil, denn an diesem Tag streikten die Busfahrer in der gesamten Provinz und doch erfuhren die Menschen aus der Zeitung von meiner Aktion. Eine der Zuschauerinnen, die der Bericht angelockt hatte, war Berthi Smith-Sanders. Sie fotografierte die Szenerie und band noch am Abend ihren Bericht in ihrem Blog ein.
Bushäuschen van Coehornstraat
Dann erschien auch das örtliche Fernsehen und sammelte Material für einen Bericht am Abend.

Was nun noch fehlte, war ein würdiger Abschluss des aktiven Teils des Projektes. Es fehlte das letzte, 13. Bushäuschen in Venlo, das sich am Bahnhof befand, dem Start und Endpunkt der Linie 6.

Ich hatte mir als Datum wiederum den 09. November herausgesucht, jenen so bedeutungsvollen Tag und absolut passend zu den „Frei-Räumen“.
Wiederum machte ich dieses Datum via einer Pressemitteilung öffentlich.
Wie erstaunt waren wir, dass sich sowohl die Tagespresse, wie auch der örtliche und der überregionale Fernsehsender auf dem Bahnhofsvorplatz ein Stelldichein gaben.
Was aber noch mehr überraschte, waren die Besucher. Neue Gesichter, so wie an den 12 anderen Stationen, das war nicht das Besondere, nein, uns besuchten Berthi Smith-Sanders und René Hermanns mit Lebenspartnerin Ruth Geraedts, aus der vorletzten Station, um dieses Projekt mit uns zusammen abzuschließen. Als nächstes gesellte sich eine Künstlerkollegin, ebenfalls gebürtige Berlinerin und inzwischen in Venlo wohnend, zu uns. Aber was dann passierte, war einfach nur wunder - wunderschön. Der nächste Bus brachte lieben Besuch aus Den Haag. Unsere „Übernachtungs-Eltern“ während des Zeitraums in Den Haag stiegen im Bushäuschen aus. Auch sie wollten den Abschluss in Venlo miterleben und vervollständigten somit die inzwischen ungewöhnliche Party.
Ach, wäre es doch nur nicht so kalt gewesen, diese „Bewohnung“ hätte ansonsten erst in den späten Abendstunden ihr Ende gefunden.

Was nun noch zu tun war, war die Ausstellung der Groß-Fotos im Julianapark in Venlo für das Jahr 2010 vorzubereiten (Aufbau der Großfotos Februar 2010) und das Foto-Kunstbuch zusammen zu stellen.
Wobei ich an dieser Stelle den drei weiteren Autoren und „Zeit-Bewohnern“ für ihre Geschichten aus den Bushäuschen danken will:
Berthie Smith-Sanders, Ruth Geraedts, die aus der Sicht unserer Lebend-Deko Loki  dem Hund schreibt und Angelika Seel.

Heute am 09. November 2011 ist das Kunstprojekt „POSITION“ … in Venlo in allen Teilbereichen abgeschlossen.
Ich lernte auf meinem Weg durch Venlo Menschen kennen, die Menschen von Venlo.
Ihre Geschichten, ihre Gedanken, ihre Befürchtungen und ihre Träume.
Ich lernte auf dem Weg durch Venlo Menschen kennen, die Menschen, die sich hier aus allen Teilen der Welt kommend, niedergelassen haben und ihre neue Heimat fanden.
Ich habe ihre Geschichten gehört.
Ich habe mit Einigen geweint, mit Vielen gelacht und zum Schluss mit ihnen gefeiert.
Ich kann sagen: Ich bin nach 35 Jahren in Venlo wirklich angekommen. Ich kenne mich hier aus. Nicht nur aus der Sicht des Künstlers.

5 Jahre nachdem ich das Projekt gestartet habe, ist das Buch POSITION das greifbare Dokument eines Zeitkunstwerkes.

 
November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, November 08, 2011

Reflektion POSITION 2007

Wenn ich an das zweite Jahr des Kunstprojektes in Venlo zurückdenke, dann war dieses Jahr unglaublich intensiv, da es geprägt war durch drei parallel verlaufende POSITIONEN.

Gleich im Januar begannen die Gespräche mit den Kuratoren und Verantwortlichen von "Den Haag Sculptuur 2007". Eine mögliche Straßenbahn-Strecke musste untersucht und festgelegt werden. Danach tagelange Untersuchungen vor Ort in Den Haag zu den einzelnen Straßenbahn-Haltestellenhäuschen mit intensiver Erkundung der Umgebung.

Das gleiche Prozedere für das Bushäuschen in Kassel zur "documenta 12 - kostenlos".

Also war es nur möglich bis zum Start dieser beiden Veranstaltungen im Juni 2007 vier weitere Bushäuschen in Venlo zu bewohnen. Denn auch hier waren meine Voruntersuchungen zeitintensiv und voller Überraschungen.

Das Bewohnen der einzelnen Haltestellen wurde dann allerdings wirklich zu "Frei-Räumen".
Sie wurden von den Besuchern, Passanten, Anliegern begeistert mitgetragen.
Sobald wir, bei allen vier Stationen völlig unerwartet, auftauchten, versammelten sich Menschen. Schauten von einem gewissen Abstand scheu und staunend zu und gaben dann die Nachricht unserer Aktion per Handy weiter. Sie sorgten so dafür, dass wir einen regen Zulauf, nicht nur von neuen Buspassagieren laut Fahrplan, hatten.
Schon wollten die Ersten, noch unsicher, die "Einrichtung" testen oder sie erkannten voller Stolz Stücke von sich oder einer befreundeten Familie wieder. Auch das wurde sofort per Handy an die Lieben zuhause durchgegeben.
Manch einer der Herbeitelefonierten kam aber dann doch zu spät. Denn spätestens nach 2,5 Stunden räumten wir alles wieder ins Auto und verließen, ohne Spuren zurück zu lassen, den Ort des Geschehens.

Jeder dieser Nachmittage ist mir als ein kleines, intensives Fest unter Freunden im Gedächtnis geblieben.

Im Spätsommer folgten dann noch zwei weitere Bushaltestellen, bevor wir wegen der einsetzenden kalten Jahreszeit eine "Winterpause" einlegten.
Wobei die letzte Kunstaktion des Jahres 2007 am Kultursonntag, der so genannten "Ouverture", stattfand und wir die Haltestelle zwischen den beiden Museen in Venlo zum "Frei-Raum" erwählten. Dieses Event war im Programm der Stadt Venlo ganz offiziell aufgenommen. Somit war der Zustrom an diesem Nachmittag unglaublich.
Und wir bekamen lieben Besuch eines Teilnehmers aus der Kunstaktion in Wachtendonk, die wenige Wochen vorher stattgefunden hatte. Ein wundervoller Erlebnisbericht, aufgenommen im Foto-Kunstbuch POSITION, ist nur eines der bleibenden Geschenke dieses Nachmittags.

Ich hatte nun, unter Mithilfe meines festen Bewohners Wolfgang, denn das war er inzwischen voller Überzeugung geworden, insgesamt 8 der 13 Bushäuschen der Linie 6 in Venlo in "Frei-Räume" verwandelt.
Wir hatten so viele Geschichten gehört, so viele POSITIONEN kennen gelernt, so viele Menschen der unterschiedlichsten Kulturen getroffen, dass wir reich beschenkt dieses Jahr abschlossen.

Wir freuten uns auf ein drittes und letztes Jahr der "Frei-Räume" in Venlo. 


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, November 07, 2011

5 Jahre danach

Wie bereits mehrfach erwähnt, begann das Kunstprojekt 2006.
Mein erstes Bushäuschen "bewohnte" ich am 09. November des gleichen Jahres. und am 09. November 2008 das letzte Bushäuschen der 13 der Linie 6 durch Venlo. 

Zeit, so fand ich am Wochenende, um sich die Strecke nochmals anzusehen.
Ich machte mich auf und lief alte, bekannte Wege, wissend, dass die Zeit deutliche Veränderungen hervorgebracht hat.

Die Strecke als solche gibt es nicht mehr.
Aber auch verschiedene Bushäuschen sind abgebaut worden.
Mein letztes Wohnzimmer in Venlo, das an der Station (= Bahnhof), ist derzeit eine riesige Baustelle. Bagger anstelle von Bussen bestimmen das Bild.


Das Projekt ist wirklich abgelaufen. Unwiderruflich!
Oder wie es eine Frau am Zaun, die mich erkannte, in Worte fasste:
"Gut, dass es Ihr Buch gibt!"
Danke.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, November 03, 2011

Wundervolle Begegnungen während der Buchpräsentation

Gestern wieder unterwegs in Sachen Buchpräsentation.
Fast ein "Heimspiel", da nicht weit zu fahren, also gleich um die Ecke bei Venlo.
Meine Erwartung beschränkte sich auf wenige Interessierte, da diese Veranstaltung auf einer privaten Initiative beruhte.

Eine ehemalige "Bewohnerin" eines der Bushäuschen in Venlo wollte dieses Erlebte anhand des Buches mit ihren Freunden und unter meiner Begleitung nochmals Revue passieren lassen.
Ein Kunstnachmittag auf eine sehr persönliche Art und Weise.

Wie erstaunt und natürlich sehr erfreut war ich, als ich ein gut gefülltes Wohnzimmer vorfand.
Lauter wirklich interessierte Freunde und Bekannte der Gastgeberin.

Bei Kaffee und Kuchen entwickelte sich total entspannt ein wundervoller Nachmittag rund um POSITION.
Und ich kann nur feststellen:
Hier trafen viele Positionen aufeinander und ließen sich staunend auf eine Reise in "Frei-Räume" mitnehmen.
Kunst des Erzählens traf auf den Wunsch, Kunst zu verstehen,
Kunst des Zuhörens traf auf die Bereitschaft, Kunst zu vermitteln.

Ich wünsche mir mehr solcher Nachmittage.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, November 02, 2011

Reflektion POSITION 2006

Das erste Jahr des Kunstprojektes POSITION, das Jahr 2006 in Venlo, war abgeschlossen und hinter mir lag nicht nur die "Geburt" eines sehr interessanten Kunstprojektes, nein, ich hatte auch die Freude festzustellen, dass ich mit diesem Projekt offenen Kunst-Türen bei Verantwortlichen im Kunstsektor einlief, wenn ich es vorstellte.
Und schon damals wurde klar: Dieses Projekt fragt nach einer bleibenden Dokumentation in Form von einem Buch.

Die hiesige Tageszeitung hatte einen guten Bericht zum Projekt gebracht. Das offizielle Foto des ersten bewohnten Bushäuschens war in die Wahl zum Pressefoto des Monats November 2006 gekommen.
Positive Entwicklungen, die mich allesamt bestärkten, weiter an diesem Kunstprojekt zu arbeiten.

Zudem hatten sich inzwischen bei mir die Veranstalter von "Den Haag Sculptuur 2007" gemeldet und auch mit dem Kulturamt in Kassel liefen erste Gespräche.
Man befand, diese "Zeitskulptur" traf genau den Nerv der Zeit, verbinde Privates mit Öffentlichem, fordere den Zuschauer auf, Teil des Bildes, der Skulptur, der Installation zu werden oder neue Dimensionen des Betrachtens zu erleben.
Kunst also Live und in Farbe, Hier und Jetzt.

Ich freute mich auf das zweite Jahr, als ich mit einem Glas Sekt in der Hand das Jahr 2007 begrüßte.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder