Dienstag, August 30, 2011

Detail


"Unser tägliches GenBrot gib uns heute"


August 2010
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, August 29, 2011

Aufbau der Ausstellung in Unna

Meine Konzentration richtet sich ganz auf den Aufbau der bevorstehenden Ausstellung in Unna

AUFGETISCHT
Ausstellungsprojekt "Tisch-Da-Sein"
in der ev. Stadtkirche in Unna


Die Eröffnung ist am
Donnerstag, 01.09. 2011 um 19.30 Uhr.


August 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Freitag, August 26, 2011

Gedanken

War es gestern.
dass ich Dich in
meinen Armen wiegte?

War es gestern,
dass ich Deine
schlimmen Schrammen heilte?

War es gestern,
dass ich Deine
bösen Geister vertrieb?

Heute scheint es,
als wären meine Hände
in meinem Schoß untätig gefangen.


Auguste 2011
(c) U. Pahnke-Felder

Mittwoch, August 24, 2011

Kleiner Zwischenbericht

In den letzten beiden Tagen war Kochen und alles, was dazu gehörte meine Passion.
Kochen macht Spaß


August 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, August 22, 2011

Kleine Pause

Endlich!
Nach viel Aktion in den letzten Wochen.
Eine kleine "Urlaubswoche" will gelebt werden.

Ich fahre nicht weg, ich gehe nicht wandern. Nein, in dieser Woche werde ich mich stark meinem bevorstehenden Kochwettbewerb widmen.
Meine Freundin aus Rotterdam wird kommen und gemeinsam werden wir thailändische Gerichte kochen.

Für mich ist das ein Kräfte sammeln, denn mein Buch/ Katalog POSITION ist erschienen und die PR-Maschine wird ab dem 01. September anlaufen.
Dazu in einigen Tagen mehr.
Und auch freue ich mich auf dieses Buch, es endlich in den Händen zu halten, auf die Präsentation und den Kontakt mit ganz vielen Menschen, ich weiß, es wird sehr anstrengend werden.

Vorab aber will die Ausstellung "Tisch-Da-Sein" in der ev. Stadtkirche / Kunstkirche in Unna, an der ich mit der Arbeit "Unser tägliches GenBrot gib uns heute" teilnehme, aufgebaut werden.
Die Eröffnung wird am 1. September sein.

Also koche ich nun in den nächsten Tagen und entdecke meine thailändische Seele.
Ich lächle über diese kleine Pause.


August 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, August 16, 2011

Montag, August 15, 2011

Die Flucht / Teil 2

Wie dem auch sei, meine Mutter begleitete von nun an unbeirrt meinem Vater auf seinen Wahlreisen im Beiwagen, mit Tochter. Was wiederum die Popularität meines Vaters ungemein vergrößerte. Einige Monate nach diesem Ereignis gewann mein Vater wieder seinen Wahlkreis, diesmal sogar haushoch und wurde zum Kreisrat ernannt.
Das Leben war einfach zu schön, obwohl die Ideen der neuen Machthaber meinen Vater immer mehr irritierten, aber er genoss seine kleine, heile Welt. Er war überzeugt, dass sich alles zum Guten der Menschen wenden würde. Man musste nur Geduld haben, eine Schreckensherrschaft von 12 Jahren wischte man nicht in einer Nacht aus, war sie doch zu sehr in den Köpfen der Menschen verankert. Als jedoch die russischen Generäle und die von ihnen in den Sattel gehobene neue SED anfingen, die zurückkehrenden Kriegsgefangenen zu enteignen, alles und alle zu kontrollieren, stellte er mehr und mehr sein eigenes politisches Engagement in Frage. Er äußerte - erst im Freundeskreis, später öffentlich - seine Zweifel. Auch das sich abzeichnende Modell der DDR mit seiner allumfassenden Partei SED, fand nicht seinen Beifall. Für seine Gefühle, entfernte man sich zu sehr von den Idealen Marx und begann ein zwei Klassensystem: die Machthaber, mit allen Rechten oben, das Volk, ganz ohne Rechte unten. Die ersten Freunde begannen, ihn zu warnen. Er wurde angefleht, sich zurückzunehmen. Aber mein Vater wollte und konnte seinen Mund nicht halten. Statt dessen organisierte er für die Eltern meiner Mutter einen „Umzug“ zu ihrer Adoptivtochter in den Westen.
Als diese in Sicherheit waren, bat er meine Mutter, ihnen zu folgen, als Besuch getarnt. Er selbst wollte es ihr einige Tage später gleichtun. Leider war es meiner Mutter nicht mehr möglich, diesen Plan in die Tat umzusetzen. Sie wurde mit einer nassen Rippenfellentzündung ins Hospital eingeliefert. Hier entdeckten die Ärzte, dass meine Mutter bereits im vierten Monat schwanger war. Was bei ihr die bereits erprobte Haltung wieder hervorrief: nein, das ist nicht wahr! Sie schluckte also weiter alle Medikamente, die zwar ihre inzwischen eitrige Rippenfellentzündung heilten, aber nicht besonders förderlich für den Embryo waren. Dieser entwickelte sich jedoch im Gegenzug und trotz aller Warnungen der Ärzte prächtig. Mein Vater war selig über dieses neue Menschlein. Bot sich doch die reelle Chance, dass sich das neue Baby als männlich herausstellen würde. Er war bei dem Gedanken an einen Stammhalter nicht zu bremsen. Gleichzeitig war er klug genug zu erkennen, dass sein politischer Einsatz in der sowjetischen Besatzungszone, sowohl für ihn als auch für seine Familie, nicht länger ungefährlich war. Er begann endlich die Warnungen seiner Freunde ernst zu nehmen.
Von nun an betrachtete er die Zuhörer auf seinen Veranstaltungen näher, hörte genauer zu, wenn Anweisungen der russischen Generäle kamen und las seine Post sorgfältiger. Sehr zu seinem Entsetzen musste er erkennen, dass sich die Schlinge um seinen Hals bereits sehr eng gelegt hatte. Ein falscher Schritt und sie würde sich unweigerlich fest zusammenziehen. Nun war Vorsicht geboten. Jede seiner Aktionen musste sorgfältig geplant werden, damit ihm etwas Zeit zur Vorbereitung der Flucht mit der kleinen Familie bliebe, wobei meine schwangere Mutter eine der Stärken in seinem reifenden Plan war.
Die einfachste Art der Flucht erschien ihm die getrennte. Er als harmloser Politreisender durch seinen Wahlkreis getarnt, denn wer würde glauben, dass er seine schwangere Frau und das noch nicht ein Jahre alte Kind im Stich lassen würde? Meine Mutter als schwangere Ehefrau, denn wer würde einer schwangeren Frau, aus der Luxusposition der Politikergattin, unterstellen, dass sie in den Westen flüchten würde?
Er plante alles sehr genau, während er gleichzeitig sein Image als idealistischer Politiker und leicht verträumter Professor bewusst weiter ausbaute und somit eine Spur in die falsche Richtung legte. Er bereiste die Provinz, um sie für seine Zwecke genauesten zu erkunden.
In seinem Kopf reifte der Entschluss, die Ostzone nicht auf direktem Wege in Richtung Westen zu verlassen. Nein, er unterstellte, daß dies alle von ihm erwarten würden. Er musste sie täuschen. Er wollte die Zone in umgekehrter Richtung, also nach Nordosten über Frankfurt/Oder verlassen, um dann nach einer groß angekündigten Rede nachts heimlich nach Südwesten, in Richtung Zwickau zu trampen. Er hoffte, diese Strecke in zwei Nächten zu bewältigen. Von hier aus wollte er sich nach Nordwesten wenden, nach Magdeburg. Konnte er sich unerkannt unter die Arbeiter mischen, die für den Aufbau Berlins hier in Baracken lebten, bestand die Möglichkeit, ohne weitere Kontrolle, mit diesen Arbeitern im Frühzug nach Berlin zu reisen. Dies war das einzige noch offene Schlupfloch zwischen Ost und West.
Er weihte meine Mutter in seinen Plan ein, die seit einigen Wochen aus dem Krankenhaus entlassen war. Sie wiederum, so wurde beschlossen, solle einige Tage nach seinem Reiseantritt die Ostzone in Richtung Westen über Dresden verlassen. Offiziell, um ihre alten Kollegen aus dem Krankenhaus zu besuchen. Aber hier sollte sie plötzlich Schmerzen und Wehen bekommen. Die alten Kollegen und Freunde, denen man trauen durfte und sie deshalb einweihte, sollten dann meine Mutter wegen undefinierbarer Komplikationen in das besser ausgestattete Krankenhaus nach Weimar bringen. Hier sollte sie sich, da es ihr wieder besser ging, offiziell in Richtung zuhause, also Bautzen, verabschieden. Um dann doch einen Zug nach Berlin zu besteigen. Die Flucht wäre dann für sie weniger anstrengend. Einer Schwangeren mit Kind würde man keine Probleme bereiten, so hoffte mein Vater. Zur weiteren Tarnung sollte sie sich vor ihrer Flucht jeden Tag in der Zentrale der Partei melden, um mit der Sekretärin meines Vaters über seine Reise zu plaudern und ihren Stolz für seinen Einsatz in der guten Sache bekunden.
Einige Tage später wusste er, dass ihm überhaupt keine Zeit mehr blieb. Er hielt eine Einladung ins Sicherheitsgebäude nach Bautzen, zwecks Anhörung, in den Händen. Was das zu bedeuten hatte, brauchte ihm keiner zu sagen. Da kannte er sich zu gut aus. Er musste sofort handeln.
Er erfand einen Aufstand wegen Materialmangels in einer Hemdenfabrik in Frankfurt/Oder. Diese meldete er den russischen Generälen und schlug vor, um die Einhaltung des Plansolls nicht zu gefährden, das Problem vor Ort selbst zu regeln. Man gestattete ihm die Reise und setzte die Anhörung für einige Tage aus. Er nutzte diesen Aufschub und verschwand noch in der selben Nacht, mit einer Tasche seiner wichtigsten und nötigen Papiere, trampend in Richtung Zwickau.
Er hatte keine Sekunde zu lange gezögert. Am nächsten Morgen standen die Herren der neuen Errungenschaft - des Staatssicherheitsdienstes - vor der Tür meiner Mutter, um meinen Vater sofort zur Anhörung zu begleiten. Aber meine Mutter spielte die Rolle der unschuldigen, ahnungslosen, schwangeren Ehefrau sehr gut. Nach kurzem Staunen über den Umstand, dass mein Vater in Frankfurt sei und dem Studieren der Papiere der russischen Generäle, verließen sie die Wohnung, nicht ohne einen Posten zurückgelassen zu haben. Was für meine Mutter hieß, auch sie musste sofort handeln.
Sie nahm den Kinderwagen, legte alle restlichen wichtigen Papiere und meine Schwester hinein und machte sich auf den Weg zur Sekretärin meines Vaters. Dabei war sie sehr darauf bedacht, dass ihr Bewacher auch alles mitbekam. Danach plauderte sie bei einer Tasse Muckefuck angeregt über alles Mögliche, um plötzlich Wehen zu verspüren. Das jetzt, wo doch ihr Mann auf Dienstreise sei. Sie verlangte lautstark, sofort nach Dresden ins Krankenhaus gebracht zu werden und forderte alle im Raum auf, ihren Mann unverzüglich zu benachrichtigen.
Sie schaffte es, zusammen mit meiner Schwester und dem Kinderwagen, in Dresden als noch stets in den Wehen Liegende zu landen. Hier hielt man sie sicherheitshalber einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus, was ihr die Zeit gab, ihre Freunde einzuweihen und um Hilfe zu bitten. Sie hoffte inständig, dass mein Vater inzwischen unerkannt in Magdeburg eingetroffen war.
Sie selbst setzte ihre Reise in einem Krankenwagen Richtung Weimar fort. Zur Freude aller ging es ihr kaum dort gelandet wesentlich besser. Die Wehen waren wie weggeblasen. Jeder war glücklich, schrieben wir doch erst Juni und der Geburtstermin war für den September ausgerechnet.
Es gelang meiner Mutter, in ihrem schwangeren Zustand und mit dem Kinderwagen, auf dem Bahnhof in Weimar ihrem, sie seit Bautzen begleitenden Schatten zu entwischen und den Zug nach Berlin zu nehmen. Hier traf sie am nächsten Tag in der schwedischen Botschaft in Westberlin meinen Vater wieder.
Er hatte seine Flucht zweimal fast scheitern sehen, denn kaum war deutlich, dass er nicht in Frankfurt war, stand er auf den Fahndungslisten aller Polizeieinheiten im Osten, als zerstörerisches Element und Feind der demokratischen Ordnung. Das bedeutete, alle Züge wurden noch strenger kontrolliert und er musste sich zu Fuß nach Berlin durchschlagen.
Den Prozess, den man meinem Vater später in Abwesenheit machte, endete mit dem Urteil: 5 Jahre Gefängnis Bautzen und anschließende Umerziehung zur sozialistischen Linientreue in einem Lager irgendwo in Sibirien.

Aus meinem Roman:    Family Diary


August 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Samstag, August 13, 2011

Aus meinem Roman "Family Diary"

Anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbau`s, werde ich in den nächsten Tagen ein Kapitel aus meinem Roman "Family Diary veröffentlichen.

Die Flucht
Teil 1

Meine Eltern hatte es beide durch verschiedene Umstände nach dem Krieg in die Stadt Dresden verschlagen.
Mein Vater traf meine Mutter im Krankenhaus als er seine erste Frau besuchte, die hier im Sterben lag. Meine Mutter, die im selben Krankenhaus ihr klinisches Praktikum als angehende Zahnärztin absolvierte, hatte sich mit ihr angefreundet. Nach deren Tod war sie meinem Vater eine verständnisvolle Zuhörerin, denn auch sie war Witwe. Zudem stammten beide aus Schlesien und wussten, diese Heimat können sie, bedingt durch die neue Verteilung, nie wiedersehen.
Es kam, wie es kommen musste; zwei verwandte Seelen fanden sich und beschlossen gemeinsam dem Leben entgegen zu treten.
Dass mein Vater 16 Jahre älter war als meine Mutter, störte sie beide nicht sonderlich, im Gegenteil. Wichtig erschien es meinem Vater nur, dass er meine Mutter vor ihrem 30 Geburtstag ehelichte. Er pflegte später immer stolz zu sagen, er habe im reifen Alter von immerhin bereits 46 Jahren noch einen Twen zum Weibe genommen.
Die Hochzeit fand zehn Tage vor dem 30. Geburtstag meiner Mutter statt. Es war ein wichtiges Ereignis, nicht nur für die Beiden, war doch mein Vater Politiker.
Er hatte es nach dem Krieg und dem Zusammenbruch als seine Aufgabe angesehen, Deutschland in eine neue Zukunft zu führen. Nicht weiterhin als Professor an der Humboldt Universität lehrend, nein er wollte Taten vollbringen. Die Lehre von Marx erschien ihm logisch. Mit einem Schuss Humanität versehen, schien sie ihm der richtige Weg aus dem Zusammenbruch, nach der Willkürherrschaft eines Herrn Hitler und seines Gefolges. Somit war für ihn keine Sekunde des Zweifeln möglich, als 1946 die sich neu formierenden Christdemokraten ihn für einen Posten in der sowjetisch besetzten Zone, im Wahlkreis Bautzen/Dresden aufstellten. Mein Vater gewann mit einer überzeugenden Mehrheit.
Als er dann Witwer wurde, trauerten seine Anhänger, und nun, da er ein neues Glück gefunden hatte, gönnten ihm die gleichen Leute dieses Glück von Herzen. Sie wollten Perspektiven. Eine Hochzeit war eine Perspektive, ein Neuanfang.
Man residierte nach der Hochzeit, dem Amt angemessen, in einer Villa in Bautzen. Die ehemals jüdischen Besitzer waren entsprechend Hitlers Judenpolitik enteignet und hatten ihr Leben in einem KZ verloren. Den russischen Siegern war dieser entstandene Leerstand nur recht. Konnten sie doch demonstrativ zeigen, dass ihnen die neue Demokratie, schon rein äußerlich, etwas Wert war. Sie verteilten die noch intakten, leerstehenden Gebäude an die neuen „Mächtigen“, jene, die das Volk gewählt hatte.
Zur Villa gehörte, neben der kompletten, teilweise antiken Einrichtung aller neun Räume, inklusive eines traumhaften Ballsaals und einer Bibliothek, die mein Vater mit seinem großen Besitz an Büchern noch kräftig erweitert hatte, auch der alte Wagenpark. Soweit er noch intakt war, wurde er auch trotz Benzinknappheit benutzt.
So kam es, dass mein Vater in dieser Zeit der stolze Eigentümer zweier Autos, eines Mercedes und eines Citroens, sowie eines Motorrades war. Meine Mutter liebte besonders das Motorrad. Nicht dass sie es selbst lenkte, nein hinter meinem Vater auf dem Sozius sitzend, den Wind in den Haaren, das gab ihr das Gefühl von Freiheit. Ein Gefühl, das sie auch während der gesamten Schwangerschaft nicht aufgab.
Diese Schwangerschaft hielt sie sowieso schlicht und einfach für ein Versehen der Natur. Sie in ihrem Alter, das konnte doch nicht stimmen. Der Arzt hatte sich, nein, musste sich vertan haben, war ihre Einstellung. Diese legte sie, folgerichtig dann auch sehr zögerlich, erst während des Geburtsvorganges ab. Zur Sicherheit, man wusste ja in ihrem fortgeschrittenen Alter nicht, befand sich anstelle von Windeln für das Baby ein Totenhemd für sie in ihrem Wöchnerinnenkoffer. Nach einer schweren Nacht aber hielt sie am frühen Morgen tatsächlich ein Baby im Arm, ein kleines Mädchen, meine Schwester.
Auf die Frage meines Vaters, was sie sich denn zur Geburt wünsche, wählte sie den wohl erstaunlichste Gegenstand anlässlich solch eines Ereignisses, einen Beiwagen fürs Motorrad. Womit sie ihren Sinn für Originalität und Freiheitswillen einmal mehr unter Beweis stellte. Mein Vater muß einiges zu organisieren gehabt haben, doch am Tage ihrer Entlassung holte er sie und das Kind, zum Entsetzen des Krankenhauspersonals, im Motorrad mit Beiwagen ab.
Die Eltern meiner Mutter fanden, dass es zu den Verrücktheiten ihrer Tochter passte, solch einen Wunsch zu äußern. Sie waren ja bereits einiges von ihrer Tochter gewöhnt. Dass aber der Schwiegersohn diesen Wunsch auch noch erfüllte, hätte er doch als studierter Mann solchen Kindereien nicht nachzugeben, noch dazu in seinem Alter, fanden sie sehr befremdlich.

Fortsetzung folgt


August 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Freitag, August 12, 2011

Vorbereitung fürs Wochenende

Schon wieder ist eine Woche vorbei.
Die Zeit fliegt.
Bereiten wir uns also auf ein schönes Wochenende vor.

Die Planung steht - Essen mit Kollegen - die Einkaufsliste ist geschrieben, packen wir es an.
Wobei die Frage nach mehr oder weniger Joghurt, mehr von den super Tomaten, weniger Brötchen, heute endlich zweitrangig sein wird.
Ich muss nicht kochen - auch mal sehr, sehr schön.
Gegessen wird, so das Wetter mitspielt, im Garten der Freunde.
Und der Mann übernimmt das Kochen.




August 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, August 10, 2011

Aufräumen

Ich hatte Recht. Es ist das Jahr der Veränderung.
Time to change.

Räume gerade alte, kalte Beziehungen auf.
Man häuft sie an - im Laufe der Zeit.

Obwohl man weiß, dass diese Kontakte überhaupt nichts mehr bringen, tut es weh.
Da kann der Kopf noch so viel gute Gründe produzieren, das Herz ist schwer.
Schließlich geht mit jeder Beziehung / Bekanntschaft auch eine Zeit einher, die man nicht missen möchte.
Also schließe ich sehr bewusst ab.
Spüre die Trauer, lasse mir Zeit und sortiere die Gedanken.

Morgen gehört dann die Episode zu der Abteilung:
Weißt Du noch mit....
Und ein leichtes Lächeln über das gemeinsame Erlebte wird meinen Mund umspielen.

Ja, ich gönne mir die Erinnerung, nicht aber die Energieverschwendung, eine bereits tote Geschichte künstlich zu beatmen.
Auf Wiedersehen und viel Glück auf eurem weiteren Weg.

August 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, August 09, 2011

Fundstück

Mein Fundstück des Tages:
Hinweisschild der Abteilung
Fundort:
VieCuri-Ziekenhuis (Krankenhaus) in Venlo, NL

Da sage noch einer, dass Ärzte und Verwaltung keinen Humor hätten.


August 2011
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Montag, August 08, 2011

Ein Grund zum Feiern

Nachdem am Samstag ein Artikel über meine Kunst, mein Kochen, die Kunst des Kochens und meine Sicht aufs Leben in der hiesigen Tageszeitung erschienen ist, erreichten mich viele super Reaktionen.
Der Sonntagspaziergang durch die Stadt war auch für den Mann an meiner Seite ein Erlebnis.

Heute Morgen ging es gleich spannend weiter.
Das begleitende Buch / Katalog zum Kunstprojekt POSITION - Teilprojekt Venlo ist fertig.

Endlich, wie einige meinen, aber die haben auch nicht an der Realisation gearbeitet, gefeilt und gebangt.
Habe die Druckfahnen vor gut zwei Stunden freigegeben.
Mein zweites Buch wird, nein eigentlich muss ich sagen, ist Realität.
Wauw, ich bin stolz.

Nun warte ich auf das Sichtungsexemplar.
Wobei mir das Titelbild, ach, eigentlich der gesamte Umschlag, super gefällt.

Und nun werde ich eine kurze Atempause einlegen und mit den Meinen das Erreichte genießen.


August 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Freitag, August 05, 2011

Mein Mantra

Gott,
gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann,
den Mut,
Dinge zu ändern,
die ich ändern kann
und die Weisheit,
das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

Ein alter und bekannter Spruch, der im Original aus England stammt.
Er begleitet mich zur Zeit wie ein Mantra durch den Alltag.
Er macht die Situation für mich tragbar.


August 2011
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Mittwoch, August 03, 2011

Janustage

Es gibt diese Tage an denen so viel passiert, dass man sich fragt: Ist das alles heute geschehen?
Tage an denen Tränen des Kummers und Tränen der Freude durcheinander rollen - wollen.
Also jene Tage, die ich JANUSTAGE nenne. Doppelseitig, von allem etwas.
Gestern war so ein Tag.

Morgens habe ich unsere Tochter zur Onkologin begleitet. Nicht wegen der "Gemütlichkeit", also so ein Tochter - Mutter - Ding, sondern weil vier Ohren mehr hören als zwei und die Berichte der letzten Wochen doch sehr, sehr unterschiedlich waren. Das fand auch ihr Lebensgefährte und schloss sich uns an.
Was wir zu hören bekamen, führte nicht unbedingt zur Deutlichkeit.
Da besteht eine Diagnose aus Deutschland, die sagt die eine Wahrheit und da besteht die noch zu zwingend weiteren Untersuchungen führende Haltung der Niederländer, die uns einen Strahl Hoffnung zukommen lässt.
Aber gibt es bei Krebs überhaupt eine einzige Wahrheit und wenn ja, will die jemand einer 30 Jährigen ungeschminkt verkünden? Und wollen wir nicht auch hören, dass es auch sein könnte, dass....
Der nächste Schritt, hier in den Niederlanden wird nun eine Lungenbiopsie sein. Danach wird man die weiteren Behandlungen besprechen. Und, so versicherten uns in schöner Eintracht beide Seiten, es gibt noch weitere Behandlungen, andere Chemos oder Bestrahlungen.

Zuhause dann die Nachricht, dass ich in die Liste der "Korean Nature Artists`Association" aufgenommen wurde. Freude, Stolz und Hochgefühl.
Nature-Artists
Ich möchte das, diese Freude, diesen Stolz mit meinen Freunden und Kollegen teilen.

Und endlich kommen dann die Tränen. Tränen der Freude lösen sich ab, da Schleusen geöffnet, mit Tränen des Kummers.
Komme mir vor, wie damals in der Pubertät: "Himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt". Ganz so, als würde ich unter einer Bipolaren Störung leiden.
Dabei ist das, was sich da abspielt einfach nur Leben. Auch wenn mich Einige derzeit nicht verstehen.

Wobei ich dann wieder bei meinem JANUSTAG wäre.


August 2011
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Montag, August 01, 2011

Glücksmoment: Wochenende

Nach einer leicht turbulenten Woche - turbolent wäre dann auch nicht schlecht - habe ich mir das Wochenende so richtig gegönnt.
Ausschlafen war angesagt.
Also, Wecker aus, Telefon ins Nebenzimmer, Tür zu und ...
um 7.00 Uhr schellte meine innere Uhr dann doch wieder am Samstag. Sonntag konnte ich sie dann doch, mit viel Überzeugungskraft, bis um 8.30 Uhr zurückstellen. Danach aber war Schluss, es meldete sich mein Rücken, was er seit dem Anriss des Rückenmuskels im vergangenen Dezember nun sehr gerne tut.
Da hilft nur Eins - AUFSTEHEN.
OK, gemütliches Frühstück, ganz alleine mit einem großen Bol Kaffee und einem guten Buch, das ist super. So kann man sich so wundervoll in diese anderen Welten fallen lassen, die sich Schriftsteller ausgedacht haben. Keiner stört.

Und irgendwann erscheint dann auch der Mann an meiner Seite am Frühstückstisch. Warum ich denn in dieser Herrgottsfrühe schon unten rumturne? Wo ich am Abend zuvor verkündet hätte: ... Morgen schlafe ich aus!
Gut, da er es derzeit auch Rücken hat, versteht er es. Sehr gut sogar.
So gut, dass er einem super langen Spaziergang mit unserem "Leihhund" dann auch zustimmt.

Die nächsten 3 Stunden sind wir flotten Schrittes unterwegs, erfreuen uns an der Tatsache, dass es nicht regnet und nicht zu warm ist und der Hund keine Lust verspürt in der Maas zu schwimmen.

Ach, Glück kann so einfach sein. Man muss es sich nur gönnen.

In diesem Sinne, einen wunderschönen Start in die Woche.
Die meine wird emotionell nicht ganz einfach werden. Gespräche mit dem Onkologen meiner Tochter stehen an.
Aber, ich kann wenigstens in Gedanken zum Glück des Wochenendes gehen und Kraft schöpfen.


August 2011
(c) U.Pahnke-Felder