Freitag, Dezember 30, 2011

Einen wundervollen Rutsch ....


.... und ein schönes Wiedersehen im Jahr 2012.
Ich freue mich.


Dezember 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, Dezember 22, 2011

Ruth und Rene's Baum

Gestern ist es uns endlich gelungen.
Wir sind der Einladung von Rene Hermanns gefolgt und haben uns im Ausstellungsraum / Galerie seines Möbel-Designateliers den großen Weihnachtsbaum angesehen oder besser gesagt, bestaunt.


Er ist wirklich groß und unglaublich imposant.
Wunderhübsch mit vielen kleinen liebevollen Details geschmückt.


In diesem Jahr ganz in Weiß geschmückt, prunkt er unter der Glaskuppel, was ihn besonders majestätisch im Raum erscheinen lässt.
Ja, wir hätten wirklich was verpasst. Gut, dass wir es noch geschafft haben.


Dezember 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, Dezember 20, 2011

Mein Traumbaum

Jawohl, ich wusste es!

Da steht er nun in meinem Garten, mein Weihnachtsbaum!
Wieder, wie fast alle Jahre ist es mir gelungen, das Modell:
"Gebt Krüppelkiefern eine Chance und über die Feiertage ein gutes Zuhause"
ausfindig zu machen und in unser Haus zu holen.
War es denn so günstig, dass man die Augen vor dem Elend zudrückte?
Nein, das kann man wirklich nicht sagen. Es es handelt sich um eine 2 Meter hohe, sanft blauschimmernde Edeltanne, die da windschief im Ständer hängt.
Na, dann stell sie doch gerade und der Fall ist erledigt!
Nein, so einfach ist das nicht.

Fangen wir am Anfang der Geschichte an und dann werdet Ihr verstehen.
Zuerst stöberte ich den wirklich sehr großen Vorrat von 6 Anbietern durch und fand mein Prachtstück. Eigenhändig schleppte ich das Teil nach Hause und was sagt der Mann an meiner Seite, wohlgemerkt aus seinem Krankenbett heraus?
"Na ja, so toll ist sie nun auch nicht!"

OK, einstielen und auf der Terrasse zur wahren Pracht entfalten lassen, denn vom Transportieren waren die Zweige zusammengepresst. Danach wird der Baum schon wirken und ihn überzeugen.

Aber dann kam der große Sturm!
Er spielte mit meiner Tanne, er rüttelte an ihr und schleuderte sie zu guter Letzt sehr unsanft in die Hecke am Ende des Gartens.
Aus der Traum!
Ein durchgeschütteltes Etwas zerrte und zog ich am nächsten Morgen leicht entsetzt, bei strömendem Regen, zurück auf die Terrasse. 
Man kann neu justieren, man kann die Zweige neu sortieren, es ist und bleibt ein windschiefer Anblick.

Wir haben also bei einer Tasse Kaffee von hinter der Scheibe aus, mit Blick auf dieses beschämende Teil, beschlossen:
Den drehen wir auf den Kopf und installieren ihn unter der Decke!


Dezember 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, Dezember 12, 2011

Kein Katzenjammer


Zu unserem Haushalt gehört auch "Flocke". Eine Katzendame mit dem inzwischen stattlichen Alter von 15 Jahren.
Sie ist seitdem sie 10 Wochen alt war Mitglied des Haushaltes geworden und ist die Katze unseres Sohnes. Sie erfreut die Familie mit ihrem sehr deutlich ausgeprägten Wesen.
Zu Allem hat sie einen lauten Kommentar und die Vögel im Garten werden von ihr durch die Glasscheibe des Wohnzimmers hindurch ausgiebig mit unglaublichen Lauten bedacht. Ist sie jedoch selbst im Garten, dann sind ihr die Vögel ganz egal. "Die fliegen eh nur weg!" scheint hier ihre Haltung zu sein.
Viele, die uns zum ersten Mal besuchen und die "Gespräche" unserer Flocke hören, sind total erstaunt. So etwas haben sie noch nicht erlebt. Wenn der Besuch es wagt, seine Stimme während des Gespräches von Flocke zu erheben, dann wird sie laut, sehr laut und sehr energisch. Dann kann es passieren, dass sie sich in der Mitte des Zimmers aufbaut und den verdatterten Besucher lautstark beschimpft.

Alles was neu in die Wohnung kommt wird neugierig und eifrig untersucht. So auch der Adventkranz vor inzwischen gut 3 Wochen.
Da kann man sagen: " NEIN, Flocke, nicht für Dich!", die Antwort unserer Flocke ist ein lautes Gejammer und Gezeter, so als würde sie uns erklären, dass auch Katzen ein Anrecht auf Advent haben und dann wird der wundervoll duftende Adventkranz geschmust, dass man um die Kerzen fürchten muss.

Aber nur wir fürchten um den Kranz, denn nach der Schmuseattacke ist er noch immer vollständig und ohne nennenswerte Schäden. Kerzen muss man eh immer wieder richten, so was zählt nicht!

Liebe Flocke, bald kommt wieder ein Baum ins Zimmer - mit Lametta und Kugeln. Welch ein Katzenspaß!


Dezember 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, Dezember 08, 2011

Auf der Suche nach dem perfekten Baum

Nachdem die Erkältung mit schmerzhafter Halsentzündung endgültig überwunden ist und meine Stimme nicht mehr diesen unwiderstehlichen Reibeisen-Sound hat, sind meine Gedanken beim kommenden Weihnachtsfest.
In meinen Träumen sehe ich den absolut perfekten Weihnachtsbaum vor mir. 


OK, ich kenne mich da so aus. Der Baum, der dann ab dem 24. Dezember in unserem Wohnzimmer seinen Einzug hält, hat mit meiner Traumversion so viel gemeinsam, wie Tag und Nacht.
Aber derzeit halte ich noch ganz fest an meinem Traum.
In diesem Jahr muss es die perfekte Tanne sein......!
Nicht zu groß, aber gewiss nicht zu klein. Richtig gut gewachsen, wobei nicht ganz so breit, man muss ja noch laufen können. Voller wunderschöne Zweige, die bis in den Januar nicht nadeln. Mit guten symmetrischen Abständen zwischen den Ästen, sodass man gut schmücken kann.
Ach, am Besten so wunderschön, dass er einfach pur im Raum stehen könnte.

Ja, ja, ich träume.
Am Ende steht dann doch wieder diese "Kompromiss-Knüppelkiefer" im Raum.


Dezember 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, Dezember 06, 2011

Freitag, Dezember 02, 2011

Impressionen beim Einkaufen

Vor mir an der Kasse des Supermarktes eine Mutter mit Kind, ein kleiner Junge.
Er wird ungefähr 5 Jahre alt sein und sein Interesse gilt dem Auflegen der Ware auf das Band.
Ganz eifrig ist er, hat rote Flecken auf den Wangen und steht auf Zehenspitzen auf der unteren Verstrebung des Wagens, beugt sich tief in ihn hinein um ja alle Ware erfassen zu können.
Zu allem, was er aus der Tiefe des Einkaufswagens herausholt, hat er eine kleine Geschichte zu erzählen. Erst wenn er diese beendet hat, greift er nach einem neuen Teil.
Es dauert also so seine Zeit, bis er das, was er zu sagen hat, auch erzählt hat. Wobei er keine Person, noch nicht mal seine Mutter anspricht. Nein, es ist mehr ein Selbstgespräch, so als wolle er sich selbst die Bedeutungen der Waren erklären.
Plötzlich drängelt von hinten ein älterer Mann. "Sind wir da vorne bald fertig?" fragt er sichtlich nervös.
Mutter und Kind lassen sich nicht stören. Die Frau hinter mir lächelt mich an und zuckt mit den Schultern. Das junge Mädchen dahinter kaut weiter auf dem Kaugummi in ihrem Mund und blättert entspannt in ihrer Zeitung.
Weitere drei Teile wandern aus dem Wagen auf das Band und weitere drei kleine Geschichten haben wir zuhören bekommen.
Aber nun wird der ältere Mann hinter uns doch sehr aggressiv. Er stößt das junge Mädchen zur Seite, drängt an der Frau hinter mir ebenfalls vorbei und langt von da aus nach dem Ärmel der Mutter.
"Hey Sie, wenn ihr Kind eine Märchenstunde braucht, dann kommen Sie wann anders in den Laden und nicht jetzt, wo Sie uns nur mit dieser Erziehungsaktion die Zeit stehlen!"
Bevor einer von uns den Mund öffnen kann, dreht sich die Mutter langsam um, nicht ohne vorher noch dem Kind beruhigend über den Kopf gestreichelt zu haben.
"Und wann, glauben Sie, ist es die richtige Zeit für Sie, dass autistische Kinder solche Normalos, wie Sie einer sind, begegnen dürfen? Oder plädieren auch Sie bei meinem Sohn für eine Lösung, die gerade wieder in den Köpfen von allerlei Verwirrten Hochsaison feiert?"
Der Mann stutzt und bevor er antworten kann, bilden wir, die wir bisher geduldig gewartet haben und die Kunden der Nachbarkassen einen schweigenden Schutzwall um Mutter und Kind. 

Zivilcourage ist nicht der große Auftritt mit vielen Worten.
Zivilcourage sind die kleinen Gesten, die uns zeigen, wir stehen zusammen.


Dezember 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, Dezember 01, 2011

Montag, November 28, 2011

Willkommen im Advent


Die Zeit der Besinnlichkeit ist gestern mit dem Anzünden der ersten Kerze auf dem Adventkranz begonnen.
Überall glitzern wieder die Lichter und ein Duft von Zimt, gebrannten Mandeln und Glühwein zieht durch die Gassen.

Eine Zeit, in der wir, das wünsche ich meinen Lesern, näher zusammenrücken und zusammen die Dinge genießen.
Eine Zeit, in der wir uns fragen, was unseren Lieben zu Weihnachten Freude machen könnte.
Eine Zeit, in der wir voller Vorfreude und Genuss durch die Geschäfte ziehen und die Geschenke für Familie und Freunde zusammensuchen.
Eine Zeit, in der wir Pläne für die Festtage schmieden und uns auf die Besuche bei der Familie vorbereiten.

Wie auch immer, wichtig ist, dass wir in all dieser Betriebsamkeit ab und zu kurz inne halten und uns bewusst machen, dass wir diesen Augenblick haben. Der Rest ist NUR Planung.
Genießen wir also diese Augenblicke, sodass wir eine echte Zeit der Besinnlichkeit in den nächsten Wochen erfahren.   


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, November 24, 2011

Pressenachtrag

Ich bin noch den Pressenachtrag meiner Buchpräsentation in Wachtendonk schuldig, der mir gestern zugeleitet wurde.

Am 08.11.2011 berichtete die Rheinische Post über meinen Besuch bei Freunden am 27. Oktober.


Wenige Tage später, am 16.11.2011 dann ein zweiter Bericht zum Besuch in den Niederrhein Nachrichten.

In beiden Presseartikeln wird auch darauf hingewiesen, dass man das Buch in der Wachtendonker Tourist-Info im Haus Püllen erwerben kann.

Sehr gut, denn bei einigen Internet-Bookshops, so wird mir per mail berichtet, ist das Foto-Kunstbuch POSITION derzeit nur mit längerer Warte- / Lieferzeit zu erhalten.

Deshalb hier mein zweiter Tipp:
Ich hatte mich vor den Festtagen noch mit einer neuen Lieferung eingedeckt. Man kann also auch bei mir direkt bestellen und hat dann das Buch sicher vor den Festtagen.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, November 23, 2011

Änderungen und Veränderungen

Ja, es ist noch immer mein Blog.
Aber, so wie alles im Fluss ist, so wandelt sich auch dieser Blog.

Ich werde in den nächsten Tagen langsam eine neue Struktur, auch äußerlich, für diesen Blog entwickeln.
Eine, die zu meinen Änderungen passt, die halt in diesem "Zwischenjahr" passieren.

Es wird spannend.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, November 21, 2011

Insel-Wochenende

Wenn man mal ganz Abstand nehmen will, dann ist eine Insel genau das Richtige.
Meine Wochenend-Insel liegt im Maasdelta.

Und das hat mich erwartet:


Ein langer Spaziergang,


am späten Abend,


hinein in einen


wunderschönen Sonnenuntergang. Einfach nur Balsam für die Seele.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, November 17, 2011

Für Euch, meine Lieben

Nehmen wir an
ich würde heute leben
ganz ohne Stress
ganz ohne Angst
und voller Lebenslust

Nehmen wir an
es würde mir gefallen
so ganz ohne Stress
so ganz ohne Angst
aber voller Lebenslust

Nehmen wir an
ich täte das immer
kein Stress
keine Angst
pure Lebenslust

und würde 100 Jahre alt.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Freitag, November 11, 2011

St. Martin


Ich wünsche Allen ein wundervolles Martinsfest.
Mich grüßte gestern Abend vor meinem Fenster dieser "Naturlampion".


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, November 09, 2011

Reflektion 2008

Inzwischen war ich mit dem Kunstprojekt im dritten Jahr angekommen. 5 Bushäuschen warteten noch auf ihre Metamorphose um ein „Frei-Raum“ zu werden.

Im Mai waren die Vorbereitungen abgeschlossen und wir legten, wieder überraschend auftauchend, los.


Vorab, seit März des Jahres, war ich gemeinsam mit Wolfgang an einer neuen Herausforderung innerhalb des Kunstprojektes POSITION begonnen. Wir waren „Unterwegs“ … auf der EU-Kulturroute nach Santiago de Compostela. Einer der Wege führt genau unterhalb unseres Hauses an der Maas entlang. In Etappen, und alle Bushäuschen auf dem Weg dokumentierend, das war  Sinn und Ziel dieses Teilprojektes. Wobei ich korrekter Weise besser sagen muss: IST, denn wir sind noch immer „Unterwegs“.


Aber zurück zum Jahr 2008 und den Ereignissen im Mai.

Gleich beim ersten Bushäuschen wurden wir mit den Worten empfangen: „Ich dachte schon, Sie hätten unser Bushäuschen vergessen. Toll, dass Sie da sind.“
Das vorletzte Bushäuschen richtete ich mit den Kreationen eines Venloer Möbeldesigners, René Hermanns ein. Auf seine Initiative hin wurde eine Pressemitteilung verfasst und somit vorab über mein Kunstprojekt berichtet. Ein Vorteil, denn an diesem Tag streikten die Busfahrer in der gesamten Provinz und doch erfuhren die Menschen aus der Zeitung von meiner Aktion. Eine der Zuschauerinnen, die der Bericht angelockt hatte, war Berthi Smith-Sanders. Sie fotografierte die Szenerie und band noch am Abend ihren Bericht in ihrem Blog ein.
Bushäuschen van Coehornstraat
Dann erschien auch das örtliche Fernsehen und sammelte Material für einen Bericht am Abend.

Was nun noch fehlte, war ein würdiger Abschluss des aktiven Teils des Projektes. Es fehlte das letzte, 13. Bushäuschen in Venlo, das sich am Bahnhof befand, dem Start und Endpunkt der Linie 6.

Ich hatte mir als Datum wiederum den 09. November herausgesucht, jenen so bedeutungsvollen Tag und absolut passend zu den „Frei-Räumen“.
Wiederum machte ich dieses Datum via einer Pressemitteilung öffentlich.
Wie erstaunt waren wir, dass sich sowohl die Tagespresse, wie auch der örtliche und der überregionale Fernsehsender auf dem Bahnhofsvorplatz ein Stelldichein gaben.
Was aber noch mehr überraschte, waren die Besucher. Neue Gesichter, so wie an den 12 anderen Stationen, das war nicht das Besondere, nein, uns besuchten Berthi Smith-Sanders und René Hermanns mit Lebenspartnerin Ruth Geraedts, aus der vorletzten Station, um dieses Projekt mit uns zusammen abzuschließen. Als nächstes gesellte sich eine Künstlerkollegin, ebenfalls gebürtige Berlinerin und inzwischen in Venlo wohnend, zu uns. Aber was dann passierte, war einfach nur wunder - wunderschön. Der nächste Bus brachte lieben Besuch aus Den Haag. Unsere „Übernachtungs-Eltern“ während des Zeitraums in Den Haag stiegen im Bushäuschen aus. Auch sie wollten den Abschluss in Venlo miterleben und vervollständigten somit die inzwischen ungewöhnliche Party.
Ach, wäre es doch nur nicht so kalt gewesen, diese „Bewohnung“ hätte ansonsten erst in den späten Abendstunden ihr Ende gefunden.

Was nun noch zu tun war, war die Ausstellung der Groß-Fotos im Julianapark in Venlo für das Jahr 2010 vorzubereiten (Aufbau der Großfotos Februar 2010) und das Foto-Kunstbuch zusammen zu stellen.
Wobei ich an dieser Stelle den drei weiteren Autoren und „Zeit-Bewohnern“ für ihre Geschichten aus den Bushäuschen danken will:
Berthie Smith-Sanders, Ruth Geraedts, die aus der Sicht unserer Lebend-Deko Loki  dem Hund schreibt und Angelika Seel.

Heute am 09. November 2011 ist das Kunstprojekt „POSITION“ … in Venlo in allen Teilbereichen abgeschlossen.
Ich lernte auf meinem Weg durch Venlo Menschen kennen, die Menschen von Venlo.
Ihre Geschichten, ihre Gedanken, ihre Befürchtungen und ihre Träume.
Ich lernte auf dem Weg durch Venlo Menschen kennen, die Menschen, die sich hier aus allen Teilen der Welt kommend, niedergelassen haben und ihre neue Heimat fanden.
Ich habe ihre Geschichten gehört.
Ich habe mit Einigen geweint, mit Vielen gelacht und zum Schluss mit ihnen gefeiert.
Ich kann sagen: Ich bin nach 35 Jahren in Venlo wirklich angekommen. Ich kenne mich hier aus. Nicht nur aus der Sicht des Künstlers.

5 Jahre nachdem ich das Projekt gestartet habe, ist das Buch POSITION das greifbare Dokument eines Zeitkunstwerkes.

 
November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, November 08, 2011

Reflektion POSITION 2007

Wenn ich an das zweite Jahr des Kunstprojektes in Venlo zurückdenke, dann war dieses Jahr unglaublich intensiv, da es geprägt war durch drei parallel verlaufende POSITIONEN.

Gleich im Januar begannen die Gespräche mit den Kuratoren und Verantwortlichen von "Den Haag Sculptuur 2007". Eine mögliche Straßenbahn-Strecke musste untersucht und festgelegt werden. Danach tagelange Untersuchungen vor Ort in Den Haag zu den einzelnen Straßenbahn-Haltestellenhäuschen mit intensiver Erkundung der Umgebung.

Das gleiche Prozedere für das Bushäuschen in Kassel zur "documenta 12 - kostenlos".

Also war es nur möglich bis zum Start dieser beiden Veranstaltungen im Juni 2007 vier weitere Bushäuschen in Venlo zu bewohnen. Denn auch hier waren meine Voruntersuchungen zeitintensiv und voller Überraschungen.

Das Bewohnen der einzelnen Haltestellen wurde dann allerdings wirklich zu "Frei-Räumen".
Sie wurden von den Besuchern, Passanten, Anliegern begeistert mitgetragen.
Sobald wir, bei allen vier Stationen völlig unerwartet, auftauchten, versammelten sich Menschen. Schauten von einem gewissen Abstand scheu und staunend zu und gaben dann die Nachricht unserer Aktion per Handy weiter. Sie sorgten so dafür, dass wir einen regen Zulauf, nicht nur von neuen Buspassagieren laut Fahrplan, hatten.
Schon wollten die Ersten, noch unsicher, die "Einrichtung" testen oder sie erkannten voller Stolz Stücke von sich oder einer befreundeten Familie wieder. Auch das wurde sofort per Handy an die Lieben zuhause durchgegeben.
Manch einer der Herbeitelefonierten kam aber dann doch zu spät. Denn spätestens nach 2,5 Stunden räumten wir alles wieder ins Auto und verließen, ohne Spuren zurück zu lassen, den Ort des Geschehens.

Jeder dieser Nachmittage ist mir als ein kleines, intensives Fest unter Freunden im Gedächtnis geblieben.

Im Spätsommer folgten dann noch zwei weitere Bushaltestellen, bevor wir wegen der einsetzenden kalten Jahreszeit eine "Winterpause" einlegten.
Wobei die letzte Kunstaktion des Jahres 2007 am Kultursonntag, der so genannten "Ouverture", stattfand und wir die Haltestelle zwischen den beiden Museen in Venlo zum "Frei-Raum" erwählten. Dieses Event war im Programm der Stadt Venlo ganz offiziell aufgenommen. Somit war der Zustrom an diesem Nachmittag unglaublich.
Und wir bekamen lieben Besuch eines Teilnehmers aus der Kunstaktion in Wachtendonk, die wenige Wochen vorher stattgefunden hatte. Ein wundervoller Erlebnisbericht, aufgenommen im Foto-Kunstbuch POSITION, ist nur eines der bleibenden Geschenke dieses Nachmittags.

Ich hatte nun, unter Mithilfe meines festen Bewohners Wolfgang, denn das war er inzwischen voller Überzeugung geworden, insgesamt 8 der 13 Bushäuschen der Linie 6 in Venlo in "Frei-Räume" verwandelt.
Wir hatten so viele Geschichten gehört, so viele POSITIONEN kennen gelernt, so viele Menschen der unterschiedlichsten Kulturen getroffen, dass wir reich beschenkt dieses Jahr abschlossen.

Wir freuten uns auf ein drittes und letztes Jahr der "Frei-Räume" in Venlo. 


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, November 07, 2011

5 Jahre danach

Wie bereits mehrfach erwähnt, begann das Kunstprojekt 2006.
Mein erstes Bushäuschen "bewohnte" ich am 09. November des gleichen Jahres. und am 09. November 2008 das letzte Bushäuschen der 13 der Linie 6 durch Venlo. 

Zeit, so fand ich am Wochenende, um sich die Strecke nochmals anzusehen.
Ich machte mich auf und lief alte, bekannte Wege, wissend, dass die Zeit deutliche Veränderungen hervorgebracht hat.

Die Strecke als solche gibt es nicht mehr.
Aber auch verschiedene Bushäuschen sind abgebaut worden.
Mein letztes Wohnzimmer in Venlo, das an der Station (= Bahnhof), ist derzeit eine riesige Baustelle. Bagger anstelle von Bussen bestimmen das Bild.


Das Projekt ist wirklich abgelaufen. Unwiderruflich!
Oder wie es eine Frau am Zaun, die mich erkannte, in Worte fasste:
"Gut, dass es Ihr Buch gibt!"
Danke.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, November 03, 2011

Wundervolle Begegnungen während der Buchpräsentation

Gestern wieder unterwegs in Sachen Buchpräsentation.
Fast ein "Heimspiel", da nicht weit zu fahren, also gleich um die Ecke bei Venlo.
Meine Erwartung beschränkte sich auf wenige Interessierte, da diese Veranstaltung auf einer privaten Initiative beruhte.

Eine ehemalige "Bewohnerin" eines der Bushäuschen in Venlo wollte dieses Erlebte anhand des Buches mit ihren Freunden und unter meiner Begleitung nochmals Revue passieren lassen.
Ein Kunstnachmittag auf eine sehr persönliche Art und Weise.

Wie erstaunt und natürlich sehr erfreut war ich, als ich ein gut gefülltes Wohnzimmer vorfand.
Lauter wirklich interessierte Freunde und Bekannte der Gastgeberin.

Bei Kaffee und Kuchen entwickelte sich total entspannt ein wundervoller Nachmittag rund um POSITION.
Und ich kann nur feststellen:
Hier trafen viele Positionen aufeinander und ließen sich staunend auf eine Reise in "Frei-Räume" mitnehmen.
Kunst des Erzählens traf auf den Wunsch, Kunst zu verstehen,
Kunst des Zuhörens traf auf die Bereitschaft, Kunst zu vermitteln.

Ich wünsche mir mehr solcher Nachmittage.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, November 02, 2011

Reflektion POSITION 2006

Das erste Jahr des Kunstprojektes POSITION, das Jahr 2006 in Venlo, war abgeschlossen und hinter mir lag nicht nur die "Geburt" eines sehr interessanten Kunstprojektes, nein, ich hatte auch die Freude festzustellen, dass ich mit diesem Projekt offenen Kunst-Türen bei Verantwortlichen im Kunstsektor einlief, wenn ich es vorstellte.
Und schon damals wurde klar: Dieses Projekt fragt nach einer bleibenden Dokumentation in Form von einem Buch.

Die hiesige Tageszeitung hatte einen guten Bericht zum Projekt gebracht. Das offizielle Foto des ersten bewohnten Bushäuschens war in die Wahl zum Pressefoto des Monats November 2006 gekommen.
Positive Entwicklungen, die mich allesamt bestärkten, weiter an diesem Kunstprojekt zu arbeiten.

Zudem hatten sich inzwischen bei mir die Veranstalter von "Den Haag Sculptuur 2007" gemeldet und auch mit dem Kulturamt in Kassel liefen erste Gespräche.
Man befand, diese "Zeitskulptur" traf genau den Nerv der Zeit, verbinde Privates mit Öffentlichem, fordere den Zuschauer auf, Teil des Bildes, der Skulptur, der Installation zu werden oder neue Dimensionen des Betrachtens zu erleben.
Kunst also Live und in Farbe, Hier und Jetzt.

Ich freute mich auf das zweite Jahr, als ich mit einem Glas Sekt in der Hand das Jahr 2007 begrüßte.


November 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, Oktober 31, 2011

Herbstspaziergänge

Sanftes Licht am Morgen, Vögel, die sich auf den Maasauen sammeln, Wärme die sich entwickelt und den Tau der Nacht schluckt.
Zeit, für lange, gemütliche Spaziergänge.
Das bunte Laub raschelt unter den Füßen und man empfindet Stille in sich.


Es ist gut, dass dieses Wochenende so schön lang ist.
Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Freitag, Oktober 28, 2011

Wochenende

Eine lange, schöne und interessante Woche neigt sich dem Ende entgegen.
Tolle Begegnungen, interessante Menschen, angenehme Atmosphäre.
So darf es ruhig weitergehen.

Zu Hause erwartet mich dann immer der ganz normale Alltag.
Aber auch das ist schön, denn das zeigt mir, wohin ich gehöre.
Freue mich auf ein Wochenende, das sich in Bezug auf Deutschland um 2 Tage verlängert.
Hier in den Niederlanden geht es allerdings normal weiter.
Normal?
Nö, da erwarten wir eine "Invasion" aus tausenden von Kauftouristen.
Hat auch seine ganz unerwarteten Seiten.
Also werde ich mit dem Fotoapparat unterwegs sein.

Aber erst:
Entspannung und liebe Freunde- und Familienkontakte.

Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, Oktober 27, 2011

Willkommen bei Freunden

Gestern führte mich mein Weg nach Wachtendonk, dem kleinen historischen Ort am Niederrhein.
Wieso Wachtendonk?

Im Mai 2007 zeigte der Kulturkreis im "Alten Wasserwerk" eine Ausstellung meines Kunstprojektes "The-bathing-cap-society". 

Im August des selben Jahres dann eine zweite Ausstellung, wieder im "Alten Wasserwerk".
"Frei-Räume" ... in Wachtendonk
wurden gezeigt - nein - erlebt. Denn viele Bürger nahmen damals gerne Platz im Frei-Raum am Friedensplatz. Jung und Alt verlebten interessante Stunden und selbst der Bürgermeister und der Pfarrer der Gemeinde waren Gäste im Wohnzimmer auf Zeit in Wachtendonk.
Einer der Besucher am Friedensplatz war Herr Reiner Säger aus Wachtendonk, begleitet von seiner Gattin. Er war so begeistert, dass er nicht nur zwei Wochen später in Venlo ebenfalls im Bushäuschen-Wohnzimmer Platz nahm, er brachte auch seine Erlebnisse dieser zwei Nachmittage zu Papier und schickte mir die Geschichte.
Ich bat ihn, diese Geschichte im FOTO-Kunstbuch POSITION, genau wie die der anderen Teilnehmer, veröffentlichen zu dürfen. Er stimmte nur zu gerne zu.

Gestern nun wurde das Buch in Wachtendonk präsentiert. Der Bürgermeister Herr Rosenkranz sowie Vertreter der Stadt und des Kunstvereins waren im Rathaus zusammen gekommen.


Es war wie nach Hause kommen bei Freunden.
Die alten Erinnerungen kamen nach oben, wurden angefüllt mit neuen Geschichten und der Entwicklung, die das Kunstprojekt POSITION überhaupt seitdem genommen hat.
Leider mussten wir auf die Anwesenheit von Herrn Säger verzichten, ich hätte auch ihn gerne dabei gehabt. Aber, er ist nicht länger Bürger der Gemeinde, da ihn seine Arbeit nach Süddeutschland verschlagen hat.

Übrigens, für Interessierte:
Das Buch ist ab sofort beim örtlichen Touristenbüro / Verkehrsverein gegenüber dem Rathaus zu erhalten.


Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, Oktober 25, 2011

Berthi´s Weblog

Da war man wieder eifrig in der "Weltgeschichte" unterwegs, um sein Buch dem geneigten Leser vorzustellen und hätte beinahe einen wundervollen Bericht von Berthi Smith-Sanders auf ihrem liebevoll geschriebenen Blog verpasst.

Hiermit möchte ich allen Besuchern meiner Seite diesen Bericht - via unten stehendem Link - näher bringen.
Berthi´s Weblog
Viel Spaß dabei.

Berthi ist eine der "Bewohner" der Bushäuschen und nachdem sie bereits am 7. Juni 2008 und danach nochmals am 9. November 2008 über ihre Eindrücke und Erlebnisse berichtet hatte, bat ich sie doch auch einen kleinen Bericht für das Buch POSITION speziell zu verfassen.
Mit sehr viel Engagement, so wie es die Art von Berthi ist, schrieb sie ihre Sicht der Dinge auf. Erweiterte das Foto-Kunstbuch um einen wunderschönen Eindruck, den sie mit uns teilt.
Danke.

Sie ist nicht die einzige BewohnerIn, die ihre ganz persönlichen Gefühle uns Lesern preisgibt. Insgesamt vier "Mitbewohner" und somit Zeitzeugen, haben sich schriftlich geöffnet und damit das Foto-Kunstbuch bereichert.
Aber das sollte man einfach selbst erfahren, wenn man das Buch betrachtet und liest.


Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Freitag, Oktober 21, 2011

Das erste Bushäuschen

Tagebucheintrag vom 09.11.2006
Heute Nacht nur wenige Stunden geschlafen. Bin sehr aufgeregt. Wird es gelingen?
Wie werden die Menschen reagieren?

Und nun sitze ich am Frühstückstisch und versuche einfach nur zu entspannen.

Ein historischer Tag, heute vor 17 Jahren der Fall der Mauer. Genau vor einem Jahr eröffnete die Ausstellung „Zaunwelten“ im Museum für Kommunikation in Berlin. Meine Arbeit „Homeland“ war damals in den Nachrichten beim ZDF zu sehen. Was passiert heute? Was mit diesem Projekt?

Plötzlich, während ich diese Zeilen zu Papier bringe weiß ich es. Bisher war ich „Unterwegs“ … in Venlo. Nun schaffe ich „Frei-Räume“ … in Venlo.

Lassen wir Zäune fallen in Venlo – oder auch an anderen Orten.
.....

Bin nochmals meine Liste der Einrichtungsgegenstände durchgegangen. Nichts vergessen. Planung ist gut und durchführbar. Was zu viel ist, das bleibt einfach weg.
Gleich alles ins Auto laden und abfahren.
...

Wieder zurück.
Es war unglaublich, es war großartig. Die Bewohner des Altersheim „Meeuwbeemd“ waren meine Gäste. Lachend, staunend und voller Geschichten. Witzig die Dame, die glaubte, dass sie sich im Zimmer ihrer Freundin befände. Ich habe also die Einrichtung gut ausgewählt und sehr identisch! Hätte drei weitere Bushäuschen einrichten können, soviel wurde mir, obwohl das Bushäuschen fertig eingerichtet war, noch angeboten. Ich habe die Dinge notiert. Man weiß ja nie!
Die Buschauffeure, wundervoll. Sie haben die Aktion sofort umgerufen und an Kollegen weitergegeben.

Und Wolfgang? Er ist als „Bewohner“ sehr überzeugend gewesen. Ja, ich kann sagen, er hat es genossen.

Anmerkung:
Fotos zu diesem Bushäuschen sind im Foto-Kunst-Buch POSITION zu sehen.
Das Buch ist in Buchhandlungen und in Internet-Bookshops erhältlich. Siehe ISBN-Nummer in der Leiste rechts.


Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, Oktober 20, 2011

Aus meinem Tagebuch

Gleich zu Beginn des Projektes legte ich, wie für all meine Kunstprojekte, ein begleitendes Tagebuch an.

Eintrag vom 16. Juni 2006
Es ist soweit. Heute werde ich die Linie 6 in Venlo untersuchen. Was wird mir auf den 15 km der Linie begegnen? Wie lange werde ich für die Dokumentation der Wartehäuschen brauchen?
Wenigstens scheint heute die Sonne und es ist sehr angenehm warm.
11.15 Uhr – ich laufe los.
11.45 Uhr – die Aufnahmen können beginnen, nachdem ich festgestellt habe, wo das richtige Häuschen der Linie 6 steht. …...

Eintrag vom 17. 08. 2006
Habe mir heute die Haltestelle vor dem Meeuwbeemd vorgenommen. Kann erst am Nachmittag losziehen, sonst habe ich, wie gestern festgestellt, Gegenlicht.
Werde ich wieder so nette Gespräche mit Leuten haben?
…...
Man glaubt es nicht, da fragt mich doch ein Mann, der auf den Bus wartet, was ich denn da mache. Er ist sehr unzufrieden über den Service des Busunternehmens und erklärt mir, dass er fast schon in den Haltestellen wohnt, so oft wie er warten muss.
Ein unglaublicher Satz!
Glaube, dass etwas in mir rumort.

Eintrag vom 01. 09. 2006
Es hat einige Tage gedauert, bis sich das Gedankengespinst zu einer klaren Idee entwickelte. Wolfgang ist skeptisch und zugleich aber auch fasziniert über die von mir ausgebrütete Idee. Ich will in jedem der 13 Bushäuschen auf der Linie ein Wohnzimmer einrichten.
Überraschend auftauchen und sehen, wie die Menschen reagieren, wenn sie beim Aussteigen aus dem Bus in einem Wohnzimmer landen.
Wie kann man das organisieren?
Wer wird der permanente Bewohner werden? Ich kann das nicht sein, da ich fotografieren werde.
Wäre mir sehr lieb, wenn Wolfgang diesen Part übernehmen würde.
Aber zuerst das Bushäuschen in der Karbinderstraat 2 fotografieren. Ein wundervoller Herbsttag. …...

Eintrag vom 02.09.2006
Grandioses Foto gefunden – tolle Inspiration



Eintrag vom 08.09.2006
Ja, so könnte es gehen. Werde das Projekt Rick Vercauteren (Direktor des Museums v. B. v. D.) und Peter Freij (Kulturstadtrat) vortragen. Hoffe, sie werden mich unterstützen.
Wen muss man informieren?
Wer kann mir helfen?
Ist es schon beschlossenen Sache, dass ein neuer Busbetreiber kommt? Infos abfragen bei der Stadt.
…....

Eintrag vom 19.10.2006
Bushaltestelle vorm Finanzamt heute Morgen fotografiert.
Wundervolles Gespräch mit einer Dame. Habe kurz erzählt, dass man eigentlich diese Bushäuschen in ein Wohnzimmer verwandeln müsste. Sie war so begeistert, dass sie mir Möbel für die Einrichtung anbot. Unglaublich, damit würde sich das Problem der Möblierung lösen. Und jedes Bushäuschen wäre auch ein Spiegel der Umgebung.
Werde in dieser Richtung weiter denken.

Eintrag vom 08.11.2006
Habe die Route 6 gestern als pure, bildliche Festlegung der Wartehäuschen abgeschlossen.
13 Bushäuschen fotografiert und wirklich unglaubliche Begegnungen gehabt. Der Mensch ist schon ein sehr kompliziertes Wesen. Aber vieles war auch urkomisch. Nachricht von der Gemeinde. Am 16. November ist Besprechung über das Kunstprojekt POSITION – fühlt sich gut an.
Werde morgen das erste Bushäuschen am Meeuwbeemd bewohnen. Schließlich wurde hier die Idee geboren. Zudem muss ich nicht weit mit der „Einrichtung“ schleppen. Wolfgang will zumindest für morgen der Bewohner sein. Dann sieht er weiter.
Die morgige Erfahrung wird meine Grundlage für …...
Zeichnungen der Einrichtung sind fertig.
Kleinmöbel verstellen das Wohnzimmer. Brauche noch einen kleinen Tisch. Und ich brauche dringend Sponsoren.
 
Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, Oktober 18, 2011

Wie POSITION entstand

Da sitzen sie vor mir, die interessierten Leser meines neuen Buches POSITION. Schauen mich gespannt an und wollen wissen:
Wie kam es eigentlich zu diesem Kunstprojekt und später zu dem vorliegenden Foto-Kunst-Buch?
Das will ich hier im Blog in der nächsten Zeit erzählen, so wie meinen Zuhörern bei den Lesungen.

Alles begann 2006, als ich eines Morgens aufwachte und mir klar wurde, dass ich seit 30 Jahren in den Niederlanden, in Venlo um genau zu sein, wohne.
30 Jahre, eine lange Zeit voller Erinnerungen, Ereignisse und vor allem voller Leben. Mein Leben!
Sollte ich, wenn ich wieder vor dieser Entscheidung stehen würde, nach Venlo ziehen? Wie hat es sich in den zurückliegenden 30 Jahren verändert? Wie empfängt es jetzt seine „Gäste“?
Das alles lässt sich nur herausfinden, wenn man diese Stadt „NEU“ entdeckt.

Ich wollte POSITION beziehen / einnehmen.

Also schnappte ich mir den Fotoapparat und ging einfach los. Machte hier ein Foto, schaute in diese Gasse und redet mit Leuten, die man trifft.
Nach einiger Zeit ist man voller Geschichten, Eindrücke und die Karte im Fotoapparat ist voller Bilder. Also kriecht man hinter den Computer und schaut sich die Fotoausbeute an. Sortiert, schmeißt weg, archiviert und schreibt die ein oder andere Geschichte zum Foto in Stichworten aus.
Was mir aber im Laufe dieser Wochen des Ordnens auffiel, die Wartehäuschen der Bushaltestellen in Venlo waren alle vom gleichen Typ. Überall standen Bushäuschen mit einem großen Raum, in dem eine Bank an der Stirnseite angebracht war und den Benutzer zum Verweilen aufforderte, sowie ein kleiner zweiter Raum. Da ich rein zufällig einige Aufnahmen aus der gleichen Perspektive gemacht hatte, sahen diese Fotos aus, als hätte ich lediglich eine Fototapete hinter den Bushäuschen herabgerollt und ansonsten das immer gleiche Objekt fotografiert.




Das faszinierte mich.
Trieb mich an, gezielt diese Bushäuschen rund um mein Haus zu fotografieren. Und da sich meine erste Wahrnehmung nicht getäuscht hatte, dehnte ich meine Erkundungen kreuz und quer durch die Stadt aus.

264 km und 1574 Fotos von Bushäuschen unter unterschiedlichsten Lichtverhältnissen später, fiel die Entscheidung im Sommer 2006 auf die Linie 6. Ihr wollte ich gezielt folgen, denn sie führte am Bahnhof beginnend quer durch die Innenstadt ins nordöstliche Industriegebiet und lief hier für einige Kilometer parallel zur Autobahn, die Rotterdam, Kulturhauptstadt 2001, mit dem Ruhrgebiet, Kulturhauptstadt 2010, verbindet.


Das Unter-Projekt „Unterwegs“ … in Venlo war geboren.

Vom 16. Juni bis 21. Oktober 2006 war ich mit meine Fotoapparat auf der Linie 6 unterwegs und legte die 13 Bushäuschen aus immer gleicher Perspektive fest.

 
Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, Oktober 17, 2011

Erste Kontakte

Am Wochenende ergaben sich erste Kontakte zu Lesern und Interessierten.
Nicht, dass diese Begegnungen innerhalb meiner bevorstehenden Präsentationsreihe des Foto-Kunstbuches geplant waren.
Nein, während anderer Feste / Veranstaltungen kam die Sprache bei lieben Kontakten mit Kunstinteressierten und Lebenskünstlern, sowie mit Kollegen auf das Projekt POSITION und das Buch.
Großes Interesse, viele Fragen, unglaubliches Staunen und positive Rückmeldungen. Dann wurde das Buch bestaunt, durchgeblättert und mit einem Lachen betrachtet.
Ja, einige beschlossen: Das will ich haben.

Ich frage mich: Was wird alles geschehen?


Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Freitag, Oktober 14, 2011

POSITION


Die Bücher für meine Präsentation sind eingetroffen.
Voller Spannung bereite ich alles vor und frage mich:

Wen werde ich in den nächsten Wochen treffen?
Wer will wissen, wie es zu diesem Projekt kam?
Wer kann sich an diese Tage der "Bewohnung" von Bushäuschen in Venlo erinnern?
Wer sind meine Leser?


Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, Oktober 13, 2011

Buchpräsentation

Das / Mein Foto-Kunst-Buch
POSITION
ist nun seit einigen Wochen auf dem Markt. Auch in den meisten Internet-Book-Shops ist es zu erhalten.

Nachdem das Buch zuerst innerhalb der Kunst-Fach-Welt vorgestellt wurde, beginnt nach Ende der Buchmesse in Frankfurt ab Montag die Zeit der öffentlichen Buchpräsentationen.
Live und in Farbe kann man mich und das Buch an verschiedenen Orten sehen. Auf Wunsch erhält man eine Widmung in sein Buch.
Und man kann anhand der Fotos aus dem Tagebuch (innerhalb des Buches) nacherleben, was passiert, wenn man aus einem Bus aussteigt und in einem Wohnzimmer landet.

Ich freue mich auf diese vor mir liegende intensive Zeit des Kontaktes mit den Lesern.

Die zurückliegenden 5 Jahre des Kunstprojektes werden nochmals erlebt, viele Kleinigkeiten werden wieder wichtig und diese Hunderte von Begegnungen, die stellvertretend durch die 4 Gastautoren im Buch beschrieben sind, werden wieder lebendig werden.

In den nächsten Wochen werde ich lustige und sicher besondere Präsentationen erleben.


Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, Oktober 11, 2011

Karnickel-Kunstpreis 2011

Hops und Weg
Das war das Motto des diesjährigen und gleichzeitig letzten Karnickel-Kunstpreises in Waltrop.

Kunst mit Humor, voller Humor und über Humor war gefragt.
84 Einsendungen konnte die Organisation verzeichnen, aus denen eine Auswahl von 20 Kunstwerken im Kunstforum Kapelle in Waltrup vom 26. September an gezeigt werden.
Bevor die Ausstellung am 16. Oktober die Türen schließt, wurde am vergangenen Sonntag dann zum letzten Mal der Karnickel-Kunstpreis verliehen.


Die Bürgermeisterin der Stadt Waltrup eröffnete die Veranstaltung und verlieh die Preise.

Die Initiatorin Frau Ilse Hilpert blickte auf eine gelungene Reihe von 8 Veranstaltungen zurück und freute sich über die große Akzeptanz in Künstlerkreisen.
Nun schaut sie, wenn auch mit Wehmut, nach Vorne und auf neue Kunstaufgaben.
Wir Alle danken ihr für ihren Einsatz.


Danach wurde die "Bar" gestürmt und unter schmackhaften kulinarischen Kleinigkeiten und einem guten Glase entstanden zahlreiche neue Ideen.


Und manch eine Idee,
löste sich in Luft auf.

Ganz einfach und getreu dem Motto:
HOPS und WEG!


Oktober 2011
(c) U,.Pahnke-Felder

Freitag, Oktober 07, 2011

Neue Ideen

Die Erlebnisse der letzten Tage
wollen verarbeitet werden.

Die Eindrücke der letzten Tage
bringen neue Ideen.

Die positive Anspannung der letzten Tage
weicht einer wundervollen Ruhe.

Ergebnisse?
Ich lasse mich überraschen.


Oktober 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, September 29, 2011

Genießen

Ich genieße die warmen Strahlen
der Spätsommersonne,
weiß Dich neben mir
und die Welt kann warten.


September 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, September 28, 2011

Seelenleben


Um das auszudrücken, was ich seit gestern nach der positiven Nachricht fühle,
greife ich zurück auf ein altes Foto.


September 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, September 27, 2011

Gute Nachrichten

In all dem was ist,
gibt es Lichtpunkte,
gute Aspekte,
neue Erkenntnisse,
begründete Perspektiven.
Heute will ich nur diese Dinge sehen.


September 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, September 26, 2011

Weiter warten

Gemeinsam:
Hoffen
Lachen
Bangen
Warten
Weinen
Trösten
Zweifeln

einfach nur die Hand halten
und da sein.
Der Krebs hat sein eigenes Leben.


September 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Donnerstag, September 22, 2011

Mittwoch, September 14, 2011

Warten auf ...

Will nicht daran denken,
aber der erneute Eingriff
bei unserer Tochter
beschäftigt mich sehr.

Will nicht daran denken,
aber die Angst
um unsere Tochter
lähmt mich stark.

Will nicht daran denken,
aber die Unsicherheit
gibt meiner Phantasie
Zeit und Raum.

Will nicht daran denken -
nur hoffen!


September 2011
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, September 12, 2011

Eröffnung der Kultursaison in Venlo

Am vergangenen Wochenende war die Eröffnung der Kultursaison in Venlo.

Bevor es jedoch am Sonntag durch die gesamte Innenstadt von einem "Marktstand der Kulturanbieter" zum nächsten ging, wurde zunächst am Samstag der neue Maasboulevard festlich eröffnet.


Schon der Zugang zum Gelände an der Maas war ein wundervolles Farbenspektakel, durch das wir am späten Abend voller Erwartungsfreude liefen.

Auf dem Gelände war es voll, sehr voll!
Aber ausschließlich gutgelaunte Menschen, auf die wir trafen.

Und dann, ein wundervolles Konzert auf der Bühne in der Maas.
Zusammengefasst, ein wirklich gelungenes Wochenende. Oder wie mir ein Herr versuchte zu erklären:
Ist doch besser so als all der Hass.
Recht hatte der Unbekannte.


September 2011
(c) U.Pahnke-Felder