Freitag, Mai 14, 2010

Abbruch

Manche Vornehmen / Unternehmungen finden so, wie man sie plant, nicht statt.

Manche werden wegen widriger Umstände verschoben.

Die 4. Etappe unserer Kunstwanderung ist solch ein Vornehmen.

Wegen des anhaltenden schlechten Wetters, es bestand sogar zeitweilig eine Unwetterwarnung, legen wir unsere Etappe auf Eis. War auch keine Kunst bei 4°.

Wir werden auf bessere Zeiten / Wetter geduldig warten.

Mai 2010

(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, Mai 12, 2010

Regen !!!!!!

Regentropfen, die an mein Fenster klopfen....

Diese Zeilen einer alten Schnulze aus den 60er Jahren spuken mir durch den Kopf und heben meine Laune kein bisschen – im Gegenteil.

Auch diese absolut unvorteilhaft in den Anzug gestoßene Gestalt vom gestrigen Abend, in den Belgischen Wetternachrichten, konnte mich nicht wirklich erheitern. Er, der dem staunenden Fernsehpublikum die Großwetterlage, sprich Eiseskälte und dicke Wolken, mit den Ascheablagerungen in Atmosphäre stotternd erklärte, hob nicht meine Laune.

Wobei wir beim Thema wären. Es regnet! Nein, ich muss mich verbessern, es schüttet!

Nein, ich hasse Regen nicht per se.

Aber das, was sich da draußen vor den Fenstern abspielt, das ist absolut NICHT mein Ding. Das kann man sich auch nicht schönreden.

Die Temperatur liegt bei 4° !!!!!!!!!!! Das ist für mich absolut kein Wetter zum Laufen. Und das hebt dann nicht gerade meine Laune.

Der Versuch durch dieses Wetter zu gehen, bescherte eisige Pickser auf der Haut, dringt sofort wie ein kalter Umschlag durch die Jeans auf die Oberschenkel und lässt den Rucksack um einige Kilo schwerer erscheinen.

Zwangspause bevor man losgeht.

Hoffnung, dass es besser wird.

Mai 2010

(c) U.Pahnke-Felder

Dienstag, Mai 11, 2010

4. Etappe / Start

REISESEGEN

Und nun, bevor Ihr geht,

wünschen wir Euch, dass Ihr Euch erholt.

Sagt nicht einfach: “werden wir schon…“

Wir wünschen Euch, dass Ihr trotz der Reisevorbereitungen,

trotz der „voll gepackten Koffer“, die so schwer sind und doch nur das Notwendigste enthalten,

dass Ihr, trotz Eurer etwaigen Angst, zur Ruhe kommt,

Eurem Druck, alles nachzuholen, wozu Ihr im Alltag vielleicht nie kommt,

dort, wo Ihr hinfährt, auch wirklich ankommt!

Wir wünschen Euch, dass Ihr dort ein Stück Ballast abwerfen könnt und spürt,

dass Ihr, ohne einer Pflicht die Zeit zu stehlen,

in die Weite schauen werdet oder eine Weile die Maserungen eines Holztisches bewundert.

Dann, wenn Ruhe einzieht und sich in Euch breit macht,

wenn die Zeit mehr wird, die Euch nicht mehr hetzt,

atmet sie ein, diese Augenblicke.

Geht noch nicht,

wir wollen Euch noch das Wichtigste für Eure Reise mitgeben:

wir wünschen Euch den Segen,

die Kraft, die Euch zur Ruhe verhilft.

Wir wünschen Euch, dass Ihr den Zauber der Welt und Euch findet!

(Frei formuliert von Freunden nach Fanny Dethloff-Schimmer)



Mai 2010
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, Mai 10, 2010

Lebensmotto

Reicht Dir das Leben
eine Zitrone,
mach Limonade draus.

Reicht Dir das Leben
eine Himbeere,
bewahre sie für Deine
Mutmachermarmelade


(Lebensmotto von Tante Hella)


Mai 2010
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, Mai 05, 2010

Samstag, Mai 01, 2010

Zur Erinnerung

Die vergangenen 15 Monate waren schwer.

Gezeichnet von Angst, Trauer, Hoffnung, Angst, Wut, Verzweiflung, Hoffnung und vor allen Dingen Kampf.

Kampf gegen diese schreckliche vernichtende Krankheit Krebs, die unsere Tochter mit gerade 28 Jahren im Dezember 2008 als Diagnose zu hören bekam.

Bleibe tapfer, bleibe mutig, sei positiv, kämpfe.

Gebetsmühlenartig sprachen und sprechen wir ihr Mut zu.

Hielten und halten sie in den Armen, wenn sie nach wieder einer Chemo alles, aber auch wirklich alles aus sich herausbrach.

Begleiteten sie durch die schwere, ermüdende sechswöchige, tägliche Bestrahlung.

Trösten sie, selbst ganz kalt vor Angst, auf den Fluren der Krankenhäuser, vor den Untersuchungen.

Weinen nur, wenn sie es nicht sieht.

Schrien verzweifelt, wenn wir ganz alleine sind.

Lachen zusammen, wenn wieder eine urkomische Situation entstand.

Feieren jeden Tag das Leben neu.

Wir tun das, was tausende von Leidensgenossen überall auf der Welt tun.

Wir lernten, dass es kein ehrlicher Kampf ist.

Dass Jeder ein sehr spezielles Individuum ist.

Dass Jeder auf seine ganz spezielle Art und Weise kämpft und Jeder positiv ist.

Dass Jeder diese schwere Behandlung auf sich nimmt, um den nächsten Tag zu erleben.

Dass Jeder ein Held ist, der täglich um sein Leben kämpft.

Aber wir haben auch lernen müssen, dass all das manches Mal nicht den Sieg bedeutet.


In tiefer Bewunderung möchte ich an dieser Stelle einer jungen, tapferen und unglaublich positiven und motivierten Frau gedenken.

Sie hat den Streit nicht gewonnen. Sie ist am Mittwochmorgen, gerade 28 Jahre alt, sanft in den Armen ihres Mannes entschlafen.

Sie verlässt zwei kleine Kinder im Alter von 4 und 2,5 Jahren.

Ruhe sanft Lotte, Du warst so unglaublich tapfer.

Mai 2010

(c) U.Pahnke-Felder